Mehr als eine kleine Perle an der Jagst

Die Vielfalt macht es aus: Die kleinste Stadt im Ostalbkreis ist ein liebenswerter und moderner Ort mit hohem Wohn- und Freizeitwert. Mit dem neu entstehenden „Stadtpark an der Jagst“ wird ein Treffpunkt für Generationen geschaffen.
  • Noch ist er nicht fertig: Der neu entstandene Stadtpark an der Jagst mit Blick zum Stadttor, dem Kultur- und Wohnensemble und der katholischen Stadtkirche. Foto: we
  • Das Stadttor zählt neben dem historischen Rathaus sicher zu den am meisten fotografierten Objekten von Lauchheim. Foto: we
  • Auf dem Weg zur Burgruine Gromberg nordöstlich von Lauchheim werden Wanderer mit einem tollen Anblick über das historisch gewachsene Städtchen belohnt. Foto: Doris Weber

Lauchheim. Auf dem Weg von Aalen nach Nördlingen liegt ein historisch gewachsenes Städtchen: Lauchheim. Mit rund 4.750 Einwohnern hat die kleine Stadt interessante Sehenswürdigkeiten und eine gute Infrastruktur zu bieten.

Das Jagstufer bei Lauchheim ist bald nicht mehr wieder zu erkennen: Bagger verändern die Landschaft und schaffen Platz für einen harmonischen und attraktiven Aufenthaltsbereich für Generationen. Mit dem „Stadtpark an der Jagst“ und dem angrenzenden Kultur- und Wohnensemble am Oberen Tor wird das Areal zu einem Ort der Begegnungen und bietet den Einwohnern bald noch mehr Aufenthaltsmöglichkeit.

Der Fluss ist das Herzstück

„Das ganze Ensemble wird richtig toll“, schwärmt Bürgermeisterin Andrea Schnele. Sie freut sich schon darauf, bis im Oktober alles fertig ist. Dann schlängeln sich gepflasterte Wege an der Jagst entlang.

Hier entsteht das Herzstück des Ganzen. Hüpfsteine im Wasser und ein hölzerner Steg sollen die Jagst erlebbar machen. Dazu gibt's ein grünes Klassenzimmer, Fitnessgeräte, Bodentrampolin, Slackline sowie Boule- und Schach-Spiele – da bleiben wohl kaum mehr Wünsche offen. „Wir möchten Familien mit Kindern, Jugendliche und ältere Mitbewohner gleichermaßen ansprechen“, betont Schnele. „Vielleicht entstehen mit dem Stadtpark an der Jagst aber auch ganz neue andere Dinge. Ich bin gespannt, was noch alles kommt.“

Wie sich die Jagst bei Lauchheim auch sonst verändert hat, wird nur einen „Brückenschlag“ weiter sichtbar. Die Stadt will den Fluss wieder natürlich fließen lassen und setzt deshalb auf ökologischen Gewässerausbau. Derzeit arbeiten die Bagger mit Hochdruck daran, entlang des Frank-Krone-Sportplatzes den ursprünglichen Gewässerverlauf wieder herzustellen.

Dass auch bald im neuen Wohnbaugebiet „Am Kalvarienberg“ die Bagger anrollen, darauf hoffen viele, die sich in Lauchheim niederlassen möchten. 62 Bauplätze sind in einem ersten Bauabschnitt vorgesehen.

Beliebte Wohngemeinde

„Läuft alles nach Plan, könnten noch im November 2018 die Erschließungsarbeiten vergeben werden“, gibt Bürgermeisterin Andrea Schnele Auskunft. Lauchheim ist eine attraktive Wohngemeinde am Rande der Schwäbischen Alb und die Liste an Interessenten scheint lang.

Aber was macht die Stadt unter der Kapfenburg aus? Ein Argument hat die Bürgermeisterin selbst stets parat. „Es ist die kleinste und schönste Stadt im Ostalbkreis“, da ist sie sich sicher. Das Stadtrecht erhielt der Ort schon im Mittelalter, im Jahr 1431. Dank einer tollen Lage mitten im Grünen und einer schmucken Innenstadt mit historischen Sehenswürdigkeiten ist Lauchheim immer einen Abstecher wert. Dazu gibt es eine gute Infrastruktur mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen und Ärzten.

Interessanter Ausflugsort

Nicht zu vergessen sind auch das rege Vereinsleben, kulturelle Angebote und eine abwechslungsreiche Gastronomie. Alles was man zum Leben eben braucht und obendrauf eine gute Verkehrsanbindung mit Auto, Bus und Bahn in alle Richtungen. Nicht nur die große Vielfalt, sondern sicher auch die guten Übernachtungsmöglichkeiten sind es, die zunehmend auch Gäste von außerhalb nach Lauchheim führen. So machen viele Radfahrer bei ihrer Fahrt auf dem Kocher-Jagst-Radweg Zwischenstation im Städtle oder es kommen Wanderer über den Hauptwanderweg HW1 auf einen Stopp vorbei.

Und wer noch vor dem Anstieg zum Schloss Kapfenburg etwas Zeit hat, kann jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr das Museum am Torturm besichtigen. Dort gibt das Sonderthema „Hausfrauenfleiß“ jede Menge Einblicke in das Leben der Frauen von früher. So befinden sich gerade Spinnräder oder alte Nähmaschinen vor gefüllten Kleiderschränken und Kinderbettchen vor Vitrinen mit edlen Stoffen. Am Museumstag, dem 26. August, lädt der Geschichts- und Altertumsverein zu vielen Aktionen in und um das Museum mit Bewirtung im Hof ein. we

© Schwäbische Post 23.08.2018 14:37
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