Freibad, Kloster und ein Lkw in den Schlagzeilen

Neresheim Auf der Hauptstraße ist ein Laster spektakulär ausgebrannt. Das Kloster hat den Rechtsstreit um die dubiosen Millionen gewonnen.
  • Ein Blick aus dem Fenster: In der Neresheimer Hauptstraße geriet im Juni ein Sattelschlepper mit seinem Auflieger in Brand. Die Folge: Der Asphaltbelag der Hauptstraße im Bereich der „Krone“ wurde zerstört und die benachbarten Gebäude beschädigt. Archivfotos: privat
  • Jede Menge Schlamm hat das Kösinger Freibad überschwemmt.

Neresheim

Drei Themen sind den Neresheimern im Jahr 2016 sicherlich besonders in Erinnerung: der Lastwagenbrand auf der Hauptstraße, der Beginn der Sanierung der Härtsfeldhalle samt Lehrschwimmbecken und die Überschwemmung des Kösinger Freibads.

Ein bereits brennender Laster ist am 20. Juni noch in die Ortsmitte von Neresheim gefahren. Im Bereich der „Krone“ sind sowohl die Zugmaschine als auch der Anhänger in wenigen Minuten in Flammen aufgegangen. Nicht nur die Häuser in diesem Bereich wurden durch die enorme Hitze stark beschädigt. Der Fahrbahnbelag der Hauptstraße, die an dieser Stelle gleichzeitig Bundesstraße ist, wurde vollständig zerstört; ebenso der Asphalt und das Pflaster des Gehwegs. Die Straße war bis nach dem Stadtfest gesperrt. Das allerdings war davon nicht wesentlich beeinträchtigt. Mittelalterliches Flair und modernes, europäisches Denken begegneten sich und harmonierten prächtig miteinander. Zumal es „kleine“ Jubiläen zu feiern galt: 20 Jahre Partnerschaft mit dem französischen Aix-en-Othe sowie 40 Jahre Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Steinach am Brenner. Entsprechend groß waren die Delegationen, die angereist waren.

Genau einen Monat später, am 26. Juli hat ein Starkregen Teile des Härtsfelds unter Wasser gesetzt. Im Neresheimer Teilort Kösingen wurden Straßen und Keller überschwemmt. Besonders getroffen haben die Wasser- und Schlammmassen das Freibad. Neben dem Schwimmbecken wurden die Liegewiese, der Volleyballplatz und der Sandkasten überflutet. Damit war die Freibadsaison beendet, ehe sie richtig begonnen hatte. In Privathäusern hat die Feuerwehr Wasser und Schlamm aus den Kellern pumpen müssen.

Bestes Wetter indessen gab es beim SchwäPo-Wandertag in Dorfmerkingen. Der war eingebettet in den „Musikantentreff“ der Original Härtsfelder Musikanten und lockte knapp 100 Wanderer auf drei unterschiedlich langen Touren rund um Dorfmerkingen.

Neresheims derzeit größtes Hochbauprojekt mit Kosten von 3,35 Millionen Euro ist bereits im März gestartet: die Generalsanierung der Härtsfeldhalle. In einem kompletten Umbau wird sie zur Stadthalle, in der Grundschüler künftig auch turnen können. Das Lehrschwimmbecken wird für 500 000 Euro technisch ertüchtigt und ist deshalb ebenfalls geschlossen. Die Einweihung von Halle und Bad ist für 5. bis 7. Mai 2017 geplant.

Die dubiosen Finanztransfers des verstorbenen Abts Norbert Stoffels brachten das Neresheimer Kloster in diesem Jahr erneut in die Schlagzeilen. Der zunächst für März datierte Verhandlungstermin am Oberlandesgericht in Stuttgart musste auf Oktober verschoben werden, weil der Kläger im Stau steckte. Schließlich wies das Gericht die Klage ab und sprach dem Kloster die umstrittene Million zu.

Aber auch grundweg Positives galt es über das Kloster zu berichten: Die Londoner „Royal Academy of Music“ – ein traditionsreiches Konservatorium – hat die Abtei und die Stadt zum Ehrenmitglied ernannt. Das Konservatorium, die Abtei und Stadt besiegelten 1991 eine Kooperation. Seitdem beherbergt das Kloster Musikstudenten, unter denen aufstrebende Opernsänger sind. Im Gegenzug geben diese Konzerte in der Abteikirche.

So geht ein Film ab: Halten Sie die Kamera von Ihrem Smartphone oder Tablet über diese, mit dem AR-Symbol gekennzeichnete Seite. Wenn die geladen ist, können Sie das Video zum Brand-Foto starten.

© Schwäbische Post 23.12.2016 10:31
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