Eine Frau mit Verantwortung und Eigeninitiative

Sportpionierin Der Gmünder Stadtverband Sport würdigt die Verdienste von Cornelia Sanwald-Frösch mit der Ernennung zur Gmünder Sportpionierin.
  • Sportbürgermeister Dr. Joachim Bläse (links) und der Stadtverband-Sport-Vorsitzende Ralf Wiedemann gratulierten der neuen Gmünder Sportpionierin Cornelia Sanwald-Frösch. Foto: Laible

Der Sportkreisvorsitzende und stellvertretende WLSB-Vorsitzende Manfred Pawlita hatte nicht nur Blumen gebracht. Für jede Farbe hatte er eine sympolische Botschaft dabei für seine Stellvertreterin im Sportkreisvorstand. Es sei im Übrigen nicht so gewesen, dass er – wie zu vermuten war – sich als Headhunter hätte betätigen müssen, um Cornelia Sanwald-Frösch für die Mitarbeit im Sportkreis zu motivieren. Sie - damals gemeinsam mit Moni Eberle – habe selbst zum Hörer gegriffen. Engagiert und voller Tatendrang.

„Liebe Conny, Du hast es wirklich verdient, in den edlen Kreis der Sportpioniere der Stadt Schwäbisch Gmünd aufzusteigen“, betonte Gmünds Stadtverband-Sport-Vorsitzender Ralf Wiedemann. Für ihre Verdienste um den Sport wurde Cornelia Sanwald-Frösch am Freitagabend zur Gmünder Sportpionierin gekürt. Die ehemalige Vorsitzende des TV Wetzgau und heutige Frauenvertreterin des Sportkreises Ostalb reiht sich damit in die Riege der insgesamt 45 Gmünder Sportpioniere ein, die der Stadtverband jährlich mit dieser Auszeichnung bedenkt.

Gmünds Sportbürgermeister Dr. Joachim Bläse zählte zu den ersten Gratulanten. „Wer zuhause eine Familie managen kann, der kann auch einen Verein managen“, sagte er im Rückblick auf die Schaffenskraft Sanwald-Fröschs, nachdem das Duo Fred Eberle und Stephan Böhner musikalisch eingestimmt und die Turn- und Gymnastikkids des TV Wetzgau für akrobatischen Schwung gesorgt hatten.

Wiedemann zeichnete in seiner Laudatio den Weg der neuen Gmünder Sportpionierin nach. Alles begann beim Eltern-Kind-Turnen des TV Wetzgau, zu dem sie mit ihren Kindern ging. Hier fand die junge Mutter – geboren im Leinhäusle bei Spraitbach – Freude am Vereinssport. So kam es, dass sie seit nunmehr 20 Jahren regelmäßig in der Fitness-Jedermann-Freizeit-Turngruppe des TVW Wetzgaus schwitzt.

Bereits seit 22 Jahren ist die 62-Jährige in Ehrenämtern tätig. Angefangen hat es 1995 als Schriftführerin beim TV Wetzgau. Ein Amt, in das sie mit den Worten „Sie sind doch wohl des Lesens und Schreibens mächtig, und können sicherlich dieses Amt der Schriftführerin gut ausfüllen“ hineingerutscht ist.

Sie hat ihre Aufgabe so gut gemacht, dass sich die Mitglieder Cornelia Sanwald-Frösch zur Vorsitzenden des TV Wetzgau wünschten und wählten. In ihrer Zeit als Vorsitzende fallen die Koordinierung des Anbaus und die Totalrenovierung der vereinseigenen Halle. Außerdem durfte sie als Vorsitzende den Bundesliga-Aufstieg der TVW-Kunstturner mitfeiern, ehe sie 2009 sie ihr Amt weitergab.

Bereits zuvor konnte Manfred Pawlita sie für den Sportkreis Ostalb als Frauenvertreterin gewinnen. Ihr Anliegen ist es bis heute Frauen zum Ehrenamt in Verantwortung zu motivieren und für Führungspositionen im Verein und Verbänden zu stärken. Cornelia Sanwald-Frösc, inzwischen mit Stellvertreterfunktion im Sportkreisvorstand – ist die Mitbegründerin der Veranstaltung „Frauen - Sport- und mehr“, die seit 2005 bis heute jährlich überregional veranstaltet wird und viel Zuspruch erfährt. Es sei mit ihr Verdienst, dass es zunehmend auch weibliche Vorsitzende und vermehrt Frauen in Vorstandsgremien der Vereine auf der Ostalb gibt, betonte Ralf Wiedemann.

Neben ihrem Ehrenamt im Sport war sie fünf Jahre lang Ortschaftsrätin in Großdeinbach, 20 Jahre Kulturreferentin des Haselbachvereins und 22 Jahre lang Vorsitzende des AGV 1955.

„Ich bin überwältigt“, freute sich Geehrte. Die Wahl zur Sportpionierin sehe sie „als große Auszeichnung für mich persönlich und vor allem für das Ehrenamt.“

© Schwäbische Post 12.01.2018 21:30
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