Es wird wieder nach vorn geschaut

Holzbau Weber nach der Brandkatastrophe wieder im Auftragszeitplan
  • So könnte das Betriebsgelände von Holzbau Weber nach dem Wiederaufbau aussehen. Foto: privat
Eine Katastrophe kommt ohne Vorankündigung. Und verändert mit einem Schlag alles. So geschehen bei Holzbau Weber in Aalen-Ebnat.Als das Gelände in Ebnat in hellen Flammen stand, bedeutet das für Holzbau Weber den Komplettausfall. „In Ebnat haben wir einen Totalbrand zu verzeichnen. Das heißt, alles, bis auf die drei Garagen, wurde dem Erdboden gleich gemacht,“ berichtet Berthold Weber, Inhaber der Firma Holzbau Weber. Vor den Ruinen des eigenen Betriebes zu stehen, würde viele sicherlich entmutigen.
Nicht so Berthold Weber. „Dass wir am alten Standort wieder aufbauen, stand für mich sofort fest. Je mehr ich mich mit der Planung auseinandersetze, umso euphorischer werde ich. Meine Hobbys wie Fußball haben zurzeit eben keinen Platz mehr,“ spricht’s und schaut nach vorn.
Klar, dass die Situation zu Anfang nicht einfach war und allen viel Kraft abverlangt hat. Momentan geht am neuen Standort in Neresheim die Produktion weiter. Die Arbeitsabläufe wurden den Gegebenheiten angepasst, der Maschinenpark ergänzt und modernisiert. „Wir sind wieder im Zeitplan beim Abwickeln der Aufträge“ – auf diese Aussage können die Mitarbeiter stolz sein.
Nun geht es um die Neuplanung. Der Neubau wird aus vier Baukörpern bestehen. Sie werden so angeordnet, dass nach den neuesten Gesichtspunkten ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet ist. Dabei ist der Brandschutz allgegenwärtig. Das Ziel: Noch dieses Jahr die Abbundhalle und das Bürogebäude zu erstellen.
Die Planungen hatten schon direkt nach dem Brand begonnen. Auch die Vorstellungen der Mitarbeiter wurden aufgenommen, sodass die neuen Ideen und Vorschläge mit einfließen. Und noch mehr Pläne für die Zukunft gibt es: „Unser Sohn Martin wird nach der Meisterprüfung das Unternehmen übernehmen“.
© Schwäbische Post 11.09.2015 10:53
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