Jedes Jahr ein Grund zur Freude

Martina und Andreas Senz betreiben mit Engagement und Herzblut das große Festzelt auf der Ipfmesse
  • Beste Stimmung im Festzelt. Nicht nur bei der Countdown-Party im vergangenen Jahr tanzten die Gäste auf den Bänken. Foto: opo
  • Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (links), Martina Senz und ihr Mann Andreas bei der Bierprobe vor der Ipfmesse in der Bopfinger Rathausschranne. Foto: mas
  • Offensichtlich gefällt’s auch den kleinen Besuchern im Festzelt.
„Am Donnerstag wird bei uns der Turbo eingeschaltet und dann geht’s rund bis zum Dienstag“, lacht der gut gelaunte Festwirt Andreas Senz. Im dritten Jahr ist er mit seiner Frau Martina Festwirt im großen Bierzelt „Zum Senz“ auf der Ipfmesse. Viel Arbeit für die – wie sie selbst scherzhaft sagen – „Hobbyfestwirte“, aber jedes Jahr ein Grund zur Freude. Die Hauptprobe für die Mess’ in diesem Jahr hat das Team um die Gastronomen aus Dirgenheim gemeistert. Am 19. Juni haben sie in ihrem Festzelt die Floriansjünger beim Kreisfeuerwehrtag in Bopfingen bewirtet. „Vor dem Kreisfeuerwehrtag waren wir schon etwas nervös“, gesteht Martina Senz. Die Erwartungen an die Bewirtung in ihrem Bierzelt waren im Vorfeld richtig hochgeschraubt worden. Doch – nicht wie beim letzten Kreisfeuerwehrtag in Bopfingen – lief alles wie am Schnürchen. Innerhalb einer halben Stunde war die Erstversorgung mit Getränken an den Tischen. Diesmal blieb kein Feuerwehrmann in Bopfingen durstig.
Respekt vor der Aufgabe
„Vor so einer Aufgabe muss man immer Respekt haben“, betont Martina Senz, „nur dann bleibt man auch aufmerksam. Es muss immer alles passen.“ Der Anspruch an die eigene Arbeit ist hoch. Im Festzelt sind die Aufgaben der beiden aufgeteilt. „Meine Frau steht draußen im Festzelt und begrüßt auch die Leute“, sagt Andreas Senz, „die kennt da auch alle.“ Seine Frau ergänzt: „Mein Mann steht in der Küche und da lass ich ihn auch nicht ohne weiteres raus.“ – Und beide lachen. Schon ehe das Paar das große Festzelt auf der Ipfmesse übernommen hat, haben sie hier mit ihrem Team zehn Jahre lang ein viel kleineres Zelt Bewirtschaftet. Im allerersten Jahr auf der Ipfmesse wurden sie anfangs noch vom Andrang überrascht. Unter ihren Vorgänger im kleinen Zelt wurde weit weniger Umsatz gemacht. Aber mit ihrer Mannschaft haben sie das alles doch noch gut hingekriegt. „Im Vergleich zum großen Zelt war das aber Kindergarten“, schmunzelt Martina Senz.
Bestes Personal
Die Festwirte schwärmen von ihrem Personal – „ohne die wären wir nichts“, betont Martina Senz. Für die Ipfmesse können sie auf einen festen Pool von Mitarbeitern zurückgreifen, die mit Herzblut und Engagement dabei sind. So kann die Ipfmesse kommen, ohne Sorge zu haben, dass nicht genügend fähige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, mit denen letztlich alles steht und fällt.
Viel Lob haben Martina und Andreas Senz nach den ersten beiden Jahren als Festwirte der Ipfmesse erhalten. Und natürlich freuen sie sich über das positive Feedback. „Das ist doch mehr wert als alles Geld“, sagt Andreas Senz.
Erfolgreiches Konzept
Damit am Ende alles passt – es ist eine Herkulesaufgabe. Schon bevor das erste Fass der Ipfmesse 2016 angestochen wird, laufen bereits die ersten Planungen für das kommende Jahr. Kommt eine Stimmungsband beim Bopfinger Publikum auf der Ipfmesse gut an, wird gleich vor Ort über nächsten Auftritt verhandelt. Bei der Frage, was es auf der Ipfmesse in diesem Jahr neues gibt, verdreht Martina Senz die Augen. „Da frage ich immer“, so die Wirtin, „was war denn im vergangenen Jahr schlecht?“ Wenn es gut läuft, und vor allem den Besuchern gefällt, warum dann etwas groß ändern?
Das gilt für das Unterhaltungsprogramm wie auch die Tagesessen im Festzelt. Viele Besucher kommen wegen der Tagesspezialität ins Zelt – und erwarten das auch, meint Andreas Senz. „Wenn wir zum Beispiel am Dienstagabend unsere Spareribs haben, rennen uns die jungen Leute die Bude ein“.
Zünftiges Programm
Eigentlich beginnt das Programm im Festzelt „Zum Senz“ am Tag vor der offiziellen Ipfmess-Eröffnung mit der Countdown-Party. Der tatsächliche Startschuss für die Ipfmesse 2016 ist dann am Freitag, 1. Juli, um 19 Uhr mit dem Bieranstich und dem Fahneneinmarsch ins Festzelt um 19.30 Uhr. Danach heizen die „Lederrebellen“ ein.
Das Festzelt-Programm am Samstag, 2. Juli, beginnt um 10 Uhr mit dem Preisschafkopfturnier, bei dem 250 Euro dem Sieger winken. Ab 15 Uhr spielt dann die „Stadtkapelle Bopfingen“, ab 19.30 Uhr die Partyband „Allgäu-Power”. Besinnlich startet der Sonntag im Festzelt, um 10 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst, der ab 11 Uhr vom Frühschoppen mit der Stadtkapelle Bopfingen abgelöst wird. Die Partyband „Albfetza“ steht ab 19.30 Uhr auf der Bühne.
Gastredner auf der Bauernkundgebung im Festzelt ist am Montag, 4. Juli, 10 Uhr, der Präsident der Bayerischen Bauernverbands und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands, Walter Heidl. Ihm folgt ab circa 11 Uhr Stimmungsmusik mit den „Musikantenfreunden“. Für Riesenstimmung soll dann ab 19.30 Uhr die „Münchner Zwietracht“ sorgen. Am Dienstag folgt auf einen Pressefrühschoppen um 12 Uhr Unterhaltung mit der „Original Egertaler Blasmusik“. Ab 20 Uhr spielt „Dolce Vita“.
Das große Festzelt für die Ipfmesse ist Eigentum von Martina und Andreas Senz. Bereits nach zwei Jahren als Festwirte der Ipfmesse hat sich ihr guter Ruf verbreitet. „Mich haben Bürgermeister angefragt, die habe ich gar nicht gekannt“, erzählt Martina Senz. Doch mehr als die Ipfmesse wollen sie nicht stemmen. Schließlich bewirtschaften die Gastronomen auch den Gasthof „Zum Kreuz“ in Dirgenheim. Die Ipfmesse ist aber den beiden mehr als eine Verdienstquelle, es ist für die beiden Wirtsleute eine Herzensangelegenheit. „Ich will doch nirgendwo anderes hin“, sagt Martina Senz herzlich lachend. wom
© Schwäbische Post 23.06.2016 16:42
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