Mode für Braut und Bräutigam

Von Fee bis Vamp, von Blumenkind bis Lady. Die Brautmode 2018 ist variantenreich. Wer ein passendes Brautkleid sucht, hat auf der Hochzeitsmesse in Aalen die Qual der Wahl.
  • Die große Auswahl an Brautmoden brachte im vergangenen Jahr nicht nur die Manequins in der Stadthalle zum Strahlen. Foto: hag

Aalen. „Die Brautmode ist vielfältig wie noch nie“, sagt Gaby Nagel von Brautmoden Abtsgmünd. Sie muss es wissen: Seit 28 Jahren berät sie Kundinnen. Individualität wird heute besonders groß geschrieben. Favoriten in dieser Heiratssaison sind fließende Stoffe mit viel Spitze. Farblich unterlegte Unterkleider lassen die darüber gearbeitete Spitze wie Tattoos erscheinen. Vorne sind die Kleider geschlossen. Dafür lassen sie tiefe Blicke auf verführerische Rückenausschnitte zu.

Passform und Qualität

Den Trend zu fließenden und geraden Kleidern kennt auch Necla Hürriyetoglu von Emine Yildirim Brautmode. „Vor allem figurbetonte Kleider sind besonders beliebt bei den Designern“, ergänzt Necla Hürriyetoglu. „Beim Kauf sollte die zukünftige Braut unbedingt auf Passform und Qualität achten, denn das Kleid wird den ganzen Tag getragen und muss daher perfekt sitzen.“

Ob am Stand vom Ellwanger Hochzeitshaus oder Bines Brautstudio, überall hängen in Stoff gewordene Mädchenträume. Ausgefallen wird es am Stand der Schneiderei Möbius: Hier gibt es Brautkleider im Stil des Mittelalters, der 50er-Jahre sowie in Punk und Gothic zu bewundern. Pastelltöne sind in dieser Saison für die festliche Mode angesagt. Auch kräftige Farben in Rot und Grün und Stoffe mit Metalleffekten sind aktuell.

Die Rockformen werden wieder weiter. „Egal, ob Teller- oder Faltenrock, auf alle Fälle taillenbetont“, beschreibt Marion Rathgeb von der Modewerkstatt Rathgeb die neuesten Trends. Es werden wieder lange Kleider getragen. Auf keinen Fall sollten die Gäste weiß tragen: „Diese Farbe ist nur für die Braut bestimmt“, weiß Marion Rathgeb.

Individuelle Herrenmode

Nie zuvor war die Individualität größer. Was für die Damen stimmt, trifft auch für die Herrenmode zu. Ganz groß in diesem Jahr: Vintage und Boho-Chick. „Die Looks der 70er und 80er Jahre sind zurück“, berichtet Florian Friedel von Saturn Männer Modewelt. Modisch aufbereitet in Usedlook, mit Hosenträgern und Fliege. „Hauptsache entspannt und lässig,“ weiß Friedel. Generell ist der Einfluss der Sportswear zu spüren, aber „immer in lässiger Eleganz.“

Smoking und Blautöne

Viel gefragt bleibt auch der klassische Smoking, Modern Classic, Anzüge mit vielen Anleihen aus der Smoking-Welt. „Westen sind die Krönung“, bestätigt Florian Friedel. Schmuckwesten haben eine hohe Bedeutung. Aktuell in diesem Jahr: der Dreiteiler Ton in Ton. Mit dabei: Gilets mit Revers. Bei den Farben bleibt der Boom der Blautöne. Royal, Ozean oder Marine heißen die Töne. Aufsteiger sind Grautöne. Grau-Beige dominiert den Retrolook. Und: „Wir haben ein Black & White Revival“, sagt Friedel.

Bei Seefried Herrenmode sind Jaquard- oder kleinere Strukturmuster beliebte Designs, aber auch der einfarbige Anzug ist nach wie vor gefragt. Auch hier findet neuerdings der „Vintage-Look“ immer größere Beachtung. Wohlfühlen im Festtagsoutfit ist wichtig. „Jedes Outfit muss zum Typ passen. „Mann darf sich nicht verkleidet fühlen“, ergänzt Andreas Seefried von Seefried Herrenmode. pm

© Schwäbische Post 11.01.2018 15:19
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