Quakende Jagstfrösche und feiernde Narren

Der Ellwanger Faschingsdienstag bietet ein pralles Programm. Mit der Absetzung des OBs um 11.15 Uhr am Fuchseck beginnt das närrische Treiben. Höhepunkt ist der große Faschingsumzug, der ab 14 Uhr durch die Straßen der historischen Altstadt toben wird.
  • Guck a Gugg: Kräftige Schrägtöne gehören dazu. Foto: ks
  • Fröhliche Narren in bunten Kostümen werden wieder tausende Besucher des Ellwangen Faschingsumzugs begeistern. Foto: ks

Ellwangen. Morgen, am Faschingsdienstag, ist es wieder soweit. Ab 11.15 Uhr werden am Fuchseck die Flaggen gehisst und die Narren übernehmen in Ellwangen das Kommando, der OB Karl Hilsenbek wird abgesetzt und vom Narrengericht verurteilt. Am Pranger dürfen die abgesetzten Amtsträger dann den schrägen Tönen der Nuilermer Loimasiad’r, der „Rappa Grappa“ und der Nuilermer Schlierbachfetzer lauschen, wenn die Narren fröhlich regieren.

Fröhlicher Gaudiwurm

Nach der Kostümprämierung schlängelt sich ab 14 Uhr wieder beim großen Ellwanger Fastnachtsumzug der bunt-fröhliche Gaudiwurm durch die von Närrinnen und Narren prall gefüllte Ellwanger Innenstadt.

Stolze 93 Fußgruppen der Zünfte, Garden und Guggen aus Ellwangen und den Teilorten werden es heuer sein, zahllose Motivwagen und Musikkapellen erfreuen Aug' und Ohr. Angeführt wird der Zug traditionell von der Ellwanger Napo, dazu quaken dieses Jahr die Frösche von der Jagst, die Maskottchen für die Landesgartenschau.

Die Veitlesschmatzer, die gefiederten Virngrundkrähen und schwarz-gelben Tintenschlecker sind wie jedes Jahr mit von der Partie, wie die Schlossgugga Fachsenfeld und die Nuilermer Schlierbachfetzer. Aus Röhlingen rücken die Liashang Grabser an, auch die Feuerschützenbostler, Wörter Muggabatscher und die Pfahlheimer Limesnarren werden mächtig für Trubel sorgen.

Die aufwendig gestalteten Wagen sind ein Augenschmaus, von denen heftige „Süßi-Schauer“ auf die in Tausenden nach Ellwangen strömenden Zuschauer herabregnen werden. Wer mag, kauft sich noch als kleine Erinnerung die diesjährige Fastnachtsfigur.

Feiern bis die Fastnacht brennt

Allzu schnell ist es vorbei und dann gilt es an der Napo-Bar am Fuchseck (Ende: 18 Uhr) und danach in den Kneipen, Straßen und Gassen die letzten Stunden nochmals so richtig zu feiern, denn um Mitternacht ist Schluss. Der Abschied erfolgt in Ehren, vor der Basilika wird die Fastnacht zu Grabe getragen: Die „Trauergemeinde“ marschiert im Fackelschein auf den Marktplatz, wo die Fastnacht nach einer feierlichen Grabrede den Flammen übergeben wird. ake

© Schwäbische Post 11.02.2018 20:09
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