Vorsicht bei Posts im Internet

Man muss wissen, was mit den persönlichen Daten passiert – und wer sie alles sehen kann.

Darf man den Zahlen glauben, nutzen rund um den Globus 1,393 Milliarden Menschen Facebook. Doch wer von diesem Siebtel der ganzen Menschheit hat einen Blick in die Datenschutzrichtlinien geworfen? Facebook, Twitter, Instagram und andere Internetriesen können vermeintlich persönliche Daten auf vielfältige Art und Weise mit Dritten teilen. Im Netz ist man daher schnellgefunden – und interessant ist das nicht nur für Werbeagenturen, sondern auch für den potentiellen Arbeitgeber.

Die Relevanz des Themas erhöht sich von Jahr zu Jahr in etwa so wie die Dichte der Inhalte, die im Netz geteilt werden. Jeder Forum-Post, jedes hochgeladene Foto in Facebook, jeder Tweet, jede Teilnahme an Gewinnspielen, ja letztendlich sogar jeder Aufruf von Webseiten – das Alles zeichnet ein Phantombild unserer Vorlieben, unseren Tagesabläufen, vor allem aber unserem höchsten Gut überhaupt: der eigenen Persönlichkeit. „Oh Gott, wie mache ich das wieder rückgängig?“ mag man sich jetzt fragen. Die ernüchternde Antwort: Gar nicht. Es ist schlicht nichtmöglich, unsere digitale Spur zulöschen. Die Überraschung kommt dann hinterher: Alle Welt kann auf unsere Daten zugreifen.

Wenn also jeder nach unseren Daten suchen kann, kann das auch der Arbeitgeber, bei dem man sich um eine Ausbildung beworben hat – und Umfragen haben ergeben, dass das auch tatsächlich gang und gäbe ist. In der Mehrheit der Personalabteilungen.

© Schwäbische Post 17.01.2018 16:02
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