Pokalhelden von der Ostalb

Fußball 10 000 Zuschauer feiern im DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig trotz einer 0:5-Niederlage die Amateurkicker der SF Dorfmerkingen.
  • Tim Brenner (links) und Niklas Weißenberger (vorne) nehmen es beim DFB-Pokalspiel in der Aalener Ostalb-Arena mit dem portugiesischen Nationalspieler Leipzigs, Bruma (helles Trikot), auf.
  • Helmut Dietterle wird als Vater der Dorfmerkinger Pokalerfolge gefeiert. Fotos: eibner

Aalen

Runde eins im DFB-Pokal. Mit dabei: ein 1000-Seelen-Dorf vom Härtsfeld: Die Sportfreunde Dorfmerkingen forderten RB Leipzig vor über 10 000 Zuschauern in der Aalener Ostalb-Arena heraus. Am Ende war es eine klare Angelegenheit, das Spiel des Sechstligisten gegen den deutschen Vizemeister: Mit 5:0 (1:0) setzte sich Leipzig durch.

Mit dem Gewinn des WFV-Pokals nach einem furiosen 3:0-Finalsieg gegen die Stuttgarter Kickers im Stuttgarter Gazi-Stadion war die Elf von Cheftrainer Helmut Dietterle als Deutschlands niederklassigster Verein – damals noch siebtklassig in der Landesliga – in den DFB-Pokal eingezogen und hatte Geschichte geschrieben (nicht nur wegen des verloren gegangenen Pokals; siehe Juni).

Mit dem Deutschen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig haben die Dorfmerkinger ein großes Los gezogen. Im August – die SFD waren zwischenzeitlich in die Verbandsliga aufgestiegen – feierte die Elf von Kapitän Christian Zech zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ein gewaltiges Fußballfest.

10 000 Zuschauer kamen in die Aalener Ostalb-Arena. Lange Zeit konnten Zech & Co. die Null gegen die Elf von VfR Aalens Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl halten. Den 0:1-Rückstand zur Pause (Torschütze Sabitzer) durften die imposant spielenden Amateure durchaus als Zwischenerfolg verbuchen. Im zweiten Durchgang war es dann allerdings geschehen. Österreichs Natonalspieler Marcel Sabitzer (47.), Deutschlands Wunderstürmer Timo Werner (56.), Dänemarks Yussuf Poulsen (59./Handelfmeter) und Naby Keita (65.), der für Guinea das Nationaltrikot trägt, stellten den 5:0-Erfolg der Gäste sicher. Die Sportfreunde Dorfmerkingen verabschiedeten sich dennoch erhobenen Hauptes aus dem Pokal. Sie hatten eine starke Leistung gegen den Champions-League-Teilnehmer aus der sächsischen Metropole geboten.

Als Vater des Erfolgs wurde Trainer Helmut Dietterle gefeiert. Der ehemalige VfB-Profi aus Aalen hat das Kunststück fertig gebracht, die Dorfmerkingen nach 1998 zum zweiten Mal als WFV-Pokalsieger in den DFB-Pokal zu führen.

© Schwäbische Post 21.12.2017 10:35
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