CFD´s im Wandel der Zeit

CFD's sind mittlerweile Begriffe die jeder kennt der sich auch nur ansatzweise mit dem Handel von börsendotierten Produkten beschäftigt hat. Waren sie zu Anfang noch die absolute Sensation und versprachen Anlegern fantastische neue Möglichkeiten so wurde Ihnen in letzter Zeit oft hohe Verlustrisiken unterstellt. In letzter Zeit zeigt sich allerdings das CFD's durchaus besser sind wie man allgemein erwarten kann und durchaus eine echte Alternative zu handelsüblichem Börsen- und Aktienhandel sein kann.

Woher stammt der schlechte Leumund von CFD's?

Vielfach wird argumentiert das CFD-Trading von unseriösen Anbietern angeboten werden, die unwissenden Anlegern die Möglichkeit geben mit Waren zu handeln, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben. Die Anleger verlieren so natürlich ihr Geld, während die Anbieter sich an den Gebühren für die Transaktionen bereichern. Das handeln mit Devisen wiederum wird vielfach mit Roulette-Spiel verglichen da hier die Laufzeit oftmals so kurz ist, dass man nicht wirklich abschätzen kann wie sich der jeweils Wechselkurs entwickeln wird.

Ist das Handeln mit CFD´s und Devisen wirklich so risikobehaftet?

Betrachtet man den Handel mit CFD's und Devisen realistisch kann man sagen das der Handel damit nicht risikoreicher ist wie der Handel mit Aktien. Was der ganzen Sache eine gewisse Brisanz verleiht ist die Tatsache das mittlerweile jeder Zugang zum Handel mit Devisen oder CFD´s hat. Das ist zwar auch bei Aktien so, aber um erwähnenswerte Gewinne zu erzielen muß schon einiges an Kapital investiert werden. Internetbroker die sich auf den Handel mit Aktien spezialisiert haben verlangen oft ein Investitionskapital von mehreren hundert Euro. Bei CFD´s kann man schon mit Einlagen von 10 Euro mit dem Traden beginnen. Letztendlich hängt das Risiko, das der Anleger eingeht, immer von seiner eigenen Sachkenntnis ab. Genau da liegt der Hauptkritikpunkt . Viele, zum Teil sehr unseriöse Internetbroker, werben damit das für den CFD-Handel keine Vorkenntnisse notwendig seien. Das mag vielleicht für den reinen Handel im Internet stimmen trotzdem sollten angehende Anleger wenigsten die Grundzüge der jeweiligen Finanzabläufe kennen. Schliesslich reicht es auch beim Aktienhandel nicht aus wenn man weiß das der Aktienindex der Frankfurter Börse der DAX ist.

Was unternehmen die Anbieter von CFD Handelsplattformen um ihren Ruf wiederherzustellen?
Im Bereich der Internetanbieter von CFD-Tradings findet momentan eine klare Abgrenzung statt. Seriöse Anbieter versuchen Ihren Anlegern möglichst viele Informationen zukommen zu lassen damit diese sich entsprechend in die Materie einarbeiten können. Dazu werden z.B. kostenlose Informationskurse und Internetvideos zur Verfügung gestellt. Zudem können durch ein stark verbessertes Service und Kontaktangebot Schwierigkeiten und Probleme direkt mit ausgebildeten Fachberatern besprochen werden. Diese können natürlich keine Kaufempfehlungen aussprechen, sie helfen aber dem Anleger die jeweilige Marktsituation besser zu analysieren. Um eine bessere Analyse der zu handelnden Waren und Produkte zu gewährleisten, bieten einzelne Anbieter sogar eigene Webseiten die dann unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation ein prozentuale Kaufempfehlung der jeweiligen Ware abgeben. Zusammengefasst kann man sagen das der verbesserte Angebot der Anbieter folgende Punkte umfasst:

• Kostenlose Informations- und Einführungskurse
• Videos über die Abläufe beim CFD - Handel
• Beratung durch Fachpersonal
• Zur Verfügung stellen von Marktspezifischem Analyse- und Informationsmaterial
Die Idee dabei ist das potentielle Anleger besser beraten werden und somit sicherere Entscheidungen treffen können. Diese wirken sich dann in eine höheren Anzahl erfolgreicher Trades aus. Anbieter die diesen zusätzlichen Service nicht anbieten um mögliche Kosten zu sparen werden so schnell unattraktiv für potentielle Kunden und – so das Kalkül – verschwinden nach einiger Zeit vom Markt. Die Internetanbieter von CFD Handelsplattformen erhöhen also quasi den Konkurrenz-druck untereinander durch besseren Service und realistischere Gewinnchancen für die Anbieter.

Wie sieht die Zukunft beim Handel mit CFD´s aus?

Generell kann man davon ausgehen das durch den bereits erwähnten Konkurrenzkampf viele Anbieter auf der Strecke bleiben werden. Überleben werden nur die Anbieter die einen seriösen und umfassenden Service für Ihre Kunden und Klienten bieten können. Unter Umständen können die erhöhten Serviceleistungen den Internetanbietern dann gleich eine doppelten Vorteil bieten. Sie können sich nicht nur von den unseriösen Anbietern abgrenzen sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass CFD -Handelsplattformen wieder deutlich an Attraktivität hinzu gewinnen. Das kann sogar soweit gehen das der allgemeine Aktienmarkt davon in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn während man für den Handel mit Aktien erst umfangreiches Wissen und entsprechende Finanzmittel besitzen muss kann man bei Handel mit CFD's schon mit kleinen Einsätzen starten und bekommt zudem das notwendige Wissen für ein erfolgreiches Traden zur Verfügung gestellt. Es ist nicht auszuschließen das dann viele „Gelegenheits-Aktienhändler“ dazu übergehen und Ihr Geschäfte lieber im Bereich von CFD tätigen.

Es sollte nicht verwundern wenn gerade aus diesen Gründen die Kritik an den Internetanbietern zunehmen wird. Schließlich kann diese neue Entwicklung durchaus das altbewährte Börsensystem nachhaltig beeinflussen. Unter Umständen wären dann auch Internetbroker die sich auf das Anbieten von Aktienhandel spezialisiert haben dazu gezwungen Ihren Nutzern entsprechende Informationen und Beratungen zur Verfügung zu stellen. Aktienhandel könnte somit dann ebenso ein „Massenprodukt“ werden wie der Handel mit CFD´s auf den entsprechenden Internetplattformen was zum Beispiel zur Folge haben könnte, dass Banken nicht mehr Aktiengeschäfte für Ihre Kunden abwickeln müssten bzw. könnten.

Bild: Pixabay user:PIX1861

© Schwäbische Post 09.08.2018 14:36
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