"Maßlosigkeit wird schlimmer"

Zu "Bezüge der Manager im Kreuzfeuer der Kritik":
Hat Hartz IV und "kein Geld für Arbeitslose mit Vermögen" es bewirkt, dass Spitzengehälter und sonstige Bezüge in die Kritik geraten sind und in den Medien darüber berichtet wird? Fehlen tun noch die vielen Millioneneinkommen aus Vermögen. Für all dies werden noch Steuersenkungen gefordert. Maßlosigkeit wird immer grenzen- und schamloser!
Was gibt Menschen, denen hohe Intelligenz, Leistungsfähigkeit und beste Voraussetzungen für den Lebenslauf in die Wiege gelegt wurden das Recht, sich so viel Einkommen und Vermögen zulasten der Mehrheit wegzunehmen? Man staunt als Sozialdemokrat, wenn man liest, dass der frühere SPD-Vorsitzende Hans Jochen Vogel meint, ein Manager müsse das 100-fache eines Facharbeiterlohnes bekommen. Das ist schon das 1200-fache eines bei Hartz IV gelandeten Arbeitslosen.
Dabei haben es die Manager noch nicht einmal geschafft, für alle Arbeitsuchenden Arbeitsplätze und menschenwürdigen Lohn zu sorgen. Sie fühlen sich vor allem fürs Gewinnemachen (Claasen, EnBW) und Verantwortung für ihre Aktionäre (Voscherau) verantwortlich. Wenn Reinhard Göhner meint: "Die Gehälter sind im Prinzip angemessen", dann halte ich dies für eine maßlose Einbildung.Gottfried Schmid, Aalen
© Schwäbische Post 09.08.2004 00:00
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