Chance nicht genützt

Zu: Brenner hat die Nase vorn, vom 29.09.04
Die Wahl zum Ortsvorsteher in Waldhausen hatte den erwarteten knappen Ausgang. Da es aus den Reihen der CDU kein "Ausscheren" gab und Carl-Heinz Rieger seine Ankündigung "Meine Stimme gehört Jo Brenner" in die Tat umgesetzt hat, konnte sich Herbert Brenner mit sieben zu sechs Stimmen knapp behaupten. Dass die UBL seit der Ortschaftsratwahl mit 49,5 Prozent der Stimmen klar stärkste Kraft in Waldausen ist, hat sich aufgrund des Wahlmodus der Unechten Teilortswahl nicht in einer Sitzmehrheit niedergeschlagen. Das ist der gültige Modus und muss von allen Seiten akzeptiert werden.
Für mich überraschend war jedoch, dass auch bei der Wahl des Stellvertreters das selbe Ergebnis für den Kandidaten der CDU herauskam. Offensichtlich hat hier der "Fraktionszwang" innerhalb der CDU die Anerkennung der Wählermehrheit und die Einbeziehung der UBL verhindert. Selbst Carl-Heinz Rieger hat sich offensichtlich auch beim Wahl des Stellvertreters der CDU-Fraktion angeschlossen. Wenn Herr Brenner nach seiner Wahl an die UBL appelliert, wieder zur "Normalität" zurückzukehren und die "Gräben zuzuschütten", hat er offensichtlich nicht bemerkt, dass er und die CDU die erste Chance dazu gerade ungenutzt verstreichen haben lassen.Konrad Saur, Aalen-Waldhausen
© Schwäbische Post 06.10.2004 00:00
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