Rücktritt verständlich

Zu den Artikeln „Thorwarth erklärt Rücktritt“ und „Strafanzeige wegen Ortstafeln“:
Ich kann die Rücktrittsentscheidung von Herrn Thorwarth sehr wohl nachvollziehen, da durch die mangelnde Unterstützung auf politischer Ebene und den permanenten Intrigen und Verleumdungen Nebenschauplätze entstanden sind, die die Ausübung des eigentlichen Amtes und vor allem die Lebensqualität derart beeinträchtigten, sodass die Entscheidung zu erwarten war, da es letztendlich ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen geblieben wäre.
Meiner Ansicht nach hat Herr Thorwarth trotz der widrigen Umstände in der kurzen Zeit als Ortsvorsteher aufgezeigt, dass kommunale Politik nicht die Politik eines Einzelnen ist, sondern nur gemeinsam und auf Augenhöhe, ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit, betrieben werden kann. Durch den Rücktritt Herrn Thorwarths mag sein Vorgänger Herbert Brenner ein „Ziel“ wohl jetzt erreicht haben. Für mich ist Herr Brenner aber der große Verlierer dieser Auseinandersetzung, denn er hat überdeutlich gezeigt, wozu Machtbesessenheit mit all seinen Facetten führen kann. Er hätte gut daran getan, sich auch an den geltenden Amtseid zu halten, also dem Wohle des Bürgers und nicht dem eigenen Machterhalt willen und eitlen Beweggründen verpflichtet zu sein.
Aber „in jedem Schlechten steckt was Gutes“. Nun hat sich doch die eine oder der andere Gedanken über die Aussage Herrn Thorwarths gemacht: „Man ist mitverantwortlich für das was man geschehen lässt“!
Peter Bieg, Aalen-Waldhausen
© Schwäbische Post 18.03.2016 14:55
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