JUSTIZVOLLZUGSANSTALT GOTTESZELL   NEUE WERKHALLE ÜBERGEBEN

120 neue Arbeitsplätze in der JVA

Gestern wurde die neu gebaute Werkhalle
Finanzstaatssekretär Peter Hofelich und die Ministerialdirektorin des Justizministeriums Inken Gallner haben am Donnerstag den Neubau der Werkhalle in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gotteszell in Schwäbisch Gmünd an den Nutzer übergeben. „Das Land Baden-Württemberg hat rund 5,7 Millionen Euro in den Neubau der Werkhalle und in die Schaffung von 120 weiteren Arbeitsplätzen in der Justizvollzugsanstalt investiert“, sagte Staatssekretär Hofelich. Der Grundriss der Werkhalle wurde nach den funktionalen Abläufen innerhalb einer JVA entwickelt. „Durch die verbesserten Arbeitsabläufe und die höheren Lagerkapazitäten steigern wir die Produktivität und die Attraktivität für potenzielle Auftraggeber. Baulich haben wir die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen und humanen Strafvollzug geschaffen“, so Hofelich.
„Die neue, moderne und funktionale Werkhalle in der zentralen Frauenhaftanstalt des Landes stellt sicher, dass wir als wesentliches Element für eine erfolgreiche Resozialisierung den gefangenen Menschen auch in Zukunft ein zeitgemäßes Beschäftigungs- und Ausbildungsangebot bieten können. Durch die tägliche Arbeit erlernen die Inhaftierten einen strukturierten Tagesablauf und erwerben wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten, um nach der Haft ein straffreies Leben in sozialer Verantwortung zu führen“, sagte Ministerialdirektorin Inken Gallner. Die Amtschefin des Justizministeriums betonte, dass das Vollzugliche Arbeitswesen die finanziellen Mittel zum Bau der neuen Werkhalle in den vergangenen zehn Jahren eigenständig erwirtschaftet habe. „Die Arbeit in unseren Justizvollzugsanstalten bereitet also nicht nur die Menschen auf den Alltag außerhalb des Gefängnisses vor, sondern ist auch konkurrenzfähig und wirtschaftlich erfolgreich“, sagte Ministerialdirektorin Gallner und sprach der Leiterin der JVA Schwäbisch Gmünd Sybille von Schneider und allen Beschäftigten im Justizvollzug ihren Dank aus.
Die neue Werkhalle schließt die Bebauung des Werkhofes nach Osten hin ab. Der Neubau passt sich in der Höhe und den Materialien den benachbarten Gebäuden an. In der neuen Werkhalle werden künftig insbesondere die Näherei, die Schneiderei und die Montagebetriebe untergebracht sein. pm
© Schwäbische Post 15.04.2016 19:36
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