Hier schreibt der AWO-Ortsverein Aalen

AWO-Seniorenstammtisch

Viele Senioren sind täglich alleine beim Essen. Dagegen wollen Heidi Schroedter, Vorsitzende des Ortsvereins Aalen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), und Ute Hommel, verantwortliche Organisatorin der AWO-Seniorenarbeit, etwas tun. Um der Vereinsamung der Senioren entgegenwirken gibt es ab dem 20. April jeden Mittwoch ab 12 Uhr einen Seniorenstammtisch in der Aalener Begegnungsstätte. Im Pressegespräch berichten Schroedter und Hommel über ihre Idee, die verbinden soll. „Jeder ist bei uns willkommen. Natürlich nicht nur AWO-Mitglieder“, betont Schroedter. Schließlich sei das Motto: „Gemeinsam – nicht einsam. Seniorenstammtisch für alle, die nicht alleine essen wollen“. Beim Stammtisch gehe es um Gesellschaft und Gemeinsamkeit. „Die Menschen wissen, hier treffen sie jemanden, sie kommen ins Gespräch miteinander, können sich über Sorgen und Nöte austauschen, sie können sich umeinander kümmern.“ Viele Menschen, das wissen Schroedter und Hommel, verlassen das Haus gar nicht erst, weil sie nicht alleine essen gehen wollen. Mit dem Seniorenstammtisch ließe sich diese Hemmschwelle abbauen. Ebenso wie mögliche Berührungsängste. „Wenn man mit dem Stammtisch diesen ersten Schritt tut, dann belegt man vielleicht auch einen der Kurse hier in der Begegnungsstätte.“ Darum werden die Stammtischorganisatorinnen die Menschen in der Begegnungsstätte mittwochs bewusst ansprechen, ob sie zum Stammtisch sitzen wollen. „Alles soll ganz zwanglos sein, ohne eine Verpflichtung zur Regelmäßigkeit. Und schön wäre, wenn sich darüber hinaus gemeinsame Aktivitäten entwickeln würden“, so Hommel. „Wir haben auch noch ein weiteres Projekt, das uns am Herzen liegt: Der Fahrdienst für Senioren, wie er in Schwäbisch Gmünd und Umgebung schon üblich ist.“ Doch dazu brauche die AWO die finanzielle Unterstützung der Stadt. „Und das ist im Moment ganz schwierig“, sagt Schroedter. Alleine könne die AWO das Projekt nicht stemmen. „Unser Kinderhaus in Aalen wird zu 97 Prozent von der Stadt bezuschusst. Drei Prozent müssen wir selbst erwirtschaften. Da bleibt für den AWO-Ortsverein nichts übrig, um neue Aufgaben finanziell zu übernehmen.“ Doch genau das sei wichtig, meint Hommel. Es sei längst bekannt, dass Menschen immer älter werden. „Da ist es klar, dass im Seniorenbereich etwas getan werden muss. Gerade in Aalen.“ Und Schroedter fügt hinzu: „Wenn wir die Organisation übernehmen, alles ins Laufen bringen und die Stadt uns finanziell unterstützt, ist das für alle Beteiligten von Vorteil. Vor allem für die Senioren.“ Denn für die bedeuten der Stammtisch und ein möglicher Fahrdienst eine klare Steigerung der Lebensqualität.
© AWO-Ortsverein Aalen 17.04.2016 12:12
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