Rundsporthalle einbeziehen

Zur Informationsveranstaltung „Nahwärmeversorgung im Klosterfeld“:
Warum kam bei der Veranstaltung in der EBR bei den anwesenden Bürgern keine energievolle Aufbruchsstimmung auf? Woran lag die etwas zurückhaltende und abwartende Haltung?
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen forderten im Dezember 2013 ein energetisches Konzept als integriertes Quartierskonzept. Das beauftragte Ingenieurbüro sprudelte nun nicht unbedingt an Ideen und man wünschte sich einen etwas mitreißenderen Vortrag.
Die reservierte Stimmung im Saal lag wohl eher an der fehlenden Einbeziehung und Partizipation aller relevanten Akteure. Die Bürger, Hausbesitzer und Mieter wurden leider nicht als relevante Akteure gesehen und angesprochen. Lediglich Energie-„Großabnehmer“ wurden wohl bereits im Vorfeld einbezogen.
Sicherlich bietet das Quartierskonzept mehr Möglichkeiten als die durchaus effektive Umsetzung eines Nahwärmenetzes. Und noch ein relevanter Akteur müsste sich wesentlich stärker in den Prozess einbringen: die Stadt Ellwangen. Warum wird ein wesentlicher Energieschlucker des Quartiers – die Rundsporthalle – nicht in das Konzept miteinbezogen? Die Stadt könnte sehr wohl die Heizung auf dem Dach der Rundsporthalle ersetzen, diese aber nur zur Spitzenlastabdeckung, z.B. bei Veranstaltungen nutzen. Die Grundlast im Alltag könnte optimal mit dem Nahwärmenetzanschluss gedeckt werden. Ein weiterer großer Partner wäre im Boot und würde die anfallenden Investitionen der „kleinen“ Verbraucher, der Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, deutlich reduzieren. Und dann hängt man noch gleich das Waldstadion mit ran und schon ist der unwirtschaftliche Sommerbetrieb des Nahwärmenetzes rentabler.
An Ideen fehlt es nicht – was fehlt, ist die 2. Runde, diesmal mit effektiver Bürgerbeteiligung! Wolfgang Helmle Ellwangen
© Schwäbische Post 27.04.2016 10:47
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