Macht und Einfluss

Zum Artikel „Greenpeace enthüllt geheime TTIP-Dokumente“:
„Die von Greenpeace veröffentlichen TTIP-Dokumente spiegeln die bereits bekannten Probleme in den Verhandlungen mit den USA wider. Bemerkenswert und höchst bedenklich sind jedoch Drohungen durch die USA, infolge des Scheiterns des Abkommens Restriktionen bei der Einfuhr unter anderem von Autoteilen in Erwägung zu ziehen. An dem angestrebten Freihandelsabkommen mit den USA sind 28 europäische Staaten mit unterschiedlichen Interessen beteiligt, die durch den Ministerrat die Richtlinien für die EU-Kommission vorgegeben haben. In den USA müssten nach der Ratifizierung durch das EU-Parlament mit 52 autonomen US-Bundesstaaten separate Verträge zum Abschluss kommen.
Die europäischen Standards sind mit denen der USA nicht vereinbar und bergen zahlreiche Risiken. Die deutsche Industrie und das Handwerk erwarten Vorteile und unterordnen sich der Erwartung und Hoffnung, dass sich diese zur Sicherung des Wohlstands und der Arbeitsmarktsituation positiv auswirken könnten. Über 200 Organisationen aus 21 EU-Mitgliedsländern forderten die EU-Kommission auf, dem EU-Ministerrat zu empfehlen, die Verhandlungen über das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA nicht fortzusetzen. Die Europäische Kommission lehnte diese europäische Bürgerinitiative strikt ab. Die zahlreich in Brüssel vertretenen Lobbyisten von Wirtschaftsverbänden und Konzernen bilden eine Macht mit großem Einfluss.“
Albrecht Rupprecht, Gmünd
© Schwäbische Post 08.05.2016 20:34
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