Ziele unterordnen

Zum GT-Gespräch mit Sebastian Fritz (Linke):„Stadtrat Fritz hat nicht nur in der Affäre um C. Piazzas Wahl klare Kante gezeigt und kritische Fragen gestellt. Seine Anmerkungen zu „gewissen Kolleginnen und Kollegen“ sind berechtigt. Aber nicht nur die von Sebastian Fritz angesprochenen „gewissen Kolleginnen und Kollegen“ sollten sich fragen, ob sie den Zielen der Wählerschaft gerecht werden. Auch die Fraktionen müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie „gewisse KollegInnen“ in den Aufsichtsrat der VGW schickten. Wer an Leiharbeit und Niedriglöhnern gut verdient, repräsentiert wohl kaum sozialdemokratische Tugenden. Warum entsendete die SPD also ausgerechnet einen abgewählten Gemeinderat, der auch noch im Immobiliensektor tätig ist, in den Aufsichtsrat der VGW? Eigentlich sollten Interessenkonflikte doch vermieden werden.
Auch die Fraktionsspitze der Grünen verhält sich seit Jahren auffallend unkritisch gegenüber Anträgen und Maßnahmen der Stadtverwaltung. Man darf gespannt sein, wie lange die Grünen-Fraktion noch die Friede-Freude-Eierkuchen-Beiträge ihrer Fraktionssprecherin erduldet. Zu Prof. Köhnleins Zeiten wäre das Ansinnen auf Luxusleuchter für den Prediger in der Luft zerrissen worden..
Stadträte müssen „ihre (eigenen) Ziele“ dem Mandat der Wähler unterordnen. Bei einigen Stadträten scheint das nicht so zu sein.
Harald Seiz, Schwäbisch Gmünd
© Schwäbische Post 18.09.2016 20:51
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