Leserbeiträge

zu "Wie viele Baugebiete verträgt Gmünd"

Nach all den Bürgerinitiativen der vergangenen Jahre gegen neue Baugebiete hat man in kleinsten Teilen des Gemeinrats offenbar erkannt, dass man sich überlegen müsse, wie viele Baugebiete Gmünd verträgt. Leider viel zu spät, denn die Grenze dessen ist schon längst überschritten und es besteht auch wenig Hoffnung für eine Kursänderung sollte der jetzige Oberbürgermeister noch einmal 8 Jahre am Ruder sein.
Eine Fläche von ca. 10 Fußballfeldern wird täglich laut statistischem Landesamt für Baumaßnahmen beansprucht, 3500 Fußballplätze im Jahr. Natur wird hier zerstört und ausgelöscht für immer.
Neubaugebiete in Schwäbisch Gmünd, auf dem Hardt, Mutlangen, Bargau, Wetzgau, Wustenriet, Großdeinbach, Herlikhofen, Lindach, Strassdorf, Rechberg - bis hinaus nach Degenfeld ist der Flächenfraß durch neue Wohnbaugebiete anscheinend nicht aufzuhalten.
Obwohl uns eigentlich klar sein müsste, dass unser Lebensraum begrenzt und nicht einfach so im nächsten Supermarkt nachzukaufen ist, forcieren Ortschafts- und Gemeinderäte Neubaugebiete wie in Wirtschaftswunderzeiten vor 50 Jahren. Schon wieder fehlen hier ein paar tausend Kilometer wegen Straßenneubau, dort entstand ein neues Industriegebiet und woanders Bauland. Noch nie wurden so viele Bäume gefällt, Flächen planiert, trainiert, zugepflastert mit Beton oder Asphalt. Eine immer kleiner werdende Bevölkerung verbraucht immer mehr an Fläche. Eine immer weniger werdende Zahl von Bauinteressenten verfügt über immer mehr Kapital das verbaut werden muss.
Wann werden wir es endlich kapieren, dass es so nicht weitergehen kann, wir so uns unseren eigenen Lebensraum zerstören?

© 06.10.2016 11:19
2261 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

1. Mose 1, 27 + 28

27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

... und füllt die Erde und macht sie euch untertan ...

Genau das machen wir doch.