Leserbeitrag von Wolfgang Jürgen Gerold

Eklat bei Mainzer Fernseh-Fastnacht

„In der ARD-Fernsehsendung „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ vom vergangenen Freitag wurden von dem Sitzungspräsidenten Andreas Schmitt gegen 22.40 Uhr weitere sog. „Ehrengäste“ vorgestellt. Zwischen Thomas Strobl und Thorsten Schäfer-Gümbel, den beiden Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg bzw. der SPD in Hessen, wurde von Herrn Schmitt ein AfD-Abgeordneter aus Niedersachen mit dem Namen Armin Paul-Hampel offiziell begrüßt und auch von den Kameras kurz eingefangen. Zwischen zwei lupenreinen Demokraten also ein mir bis dahin völlig unbekanntes Mitglied einer doch höchst fragwürdigen rechtslastigen Partei.
Der nächste Büttenredner, Lars Reichow, hat in seiner direkt im Anschluss folgenden „Bütt“ die AfD zwar wieder dahingestellt, wo sie meiner Meinung nach auch tatsächlich hingehört, nämlich in Lichtjahre entfernte Galaxien, jedoch finde ich es persönlich unerträglich, dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in einer Fernsehsendung, die auch außerhalb Deutschlands große Beachtung findet, so etwas passieren kann. Wer hat dem Sitzungspräsidenten eigentlich vorgeschrieben, einen völlig unbekannten Parlamentarier einer solchen Partei als „Ehrengast“ dem Publikum und Millionen von Fernsehzuschauern vorzustellen? Wer legt eigentlich fest, welche Ehrengäste offiziell begrüßt werden und welche nicht? Aufklärung täte hier gut und wehret den Anfängen!“

© Wolfgang Jürgen Gerold 26.02.2017 11:50
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