Lesermeinung

Zur Rettung des VfR:

Um dem VfR wirklich zu helfen, sollten die „Nichtsponsoren“, die aus irgendwelchen anderen Gründen in den Genuss von Frei- oder VIP-Karten gekommen sind, 30 Prozent ihres Vorteils – nach meinen Berechnungen sind das hochgerechnet auf fünf Jahre ca. 1500 Euro – dem Verein als Spende überweisen. Auch einige, der seit kurzer Zeit mit ihrem Konterfei und verbalen Aufrufen auftretenden VfRetter, könnten diese Parameter erfüllen. Der verbale Aufruf müsste also lauten: „Auf geht‘s zum Spenden“ und nicht „Volle Hütte, rauf auf den Berg“.

Was ich noch nie verstanden habe, ist die Tatsache, dass Vereine den sogenannten „Oberen der Region“ und damit meine ich nicht die Sponsoren, kostenlos Frei- bzw. VIP-Karten zukommen lassen, obwohl diese den Eintritt problemlos selbst bezahlen könnten. Nachdem ich in der Ausgabe der SchwäPo vom 23. Februar gelesen habe, dass die berüchtigte E-mail von 13.45 Uhr mit einer Fristsetzung bis 15 Uhr gesandt von den jetzigen VfR-Verantwortlichen, tatsächlich existiert und der SchwäPo vorliegt, bin ich der Meinung, dass die VfR-Verantwortlichen um jeden Preis die Insolvenz wollten und Herrn Berndt-Ulrich Scholz zum Sündenbock abstempeln wollten.

Das ist keine Art und Weise mit jemanden umzugehen, der jahrelang alles für den Verein getan hat. Ohne Herrn Scholz keine 2. oder 3. Liga. Einem Menschen, der sich so um den Verein verdient gemacht hat, setzt man keine Frist von 1 Stunde und 15 Minuten, um eine Entscheidung zu treffen, bei der es um 3,3 Millionen Euro geht.

Zudem kann mir keiner erzählen, dass die VfR-Verantwortlichen nicht schon länger von der drohenden Steuernachzahlung wussten. Mit dem Finanzamt gibt es anlässlich einer Betriebsprüfung und insbesondere in einer so heiklen Angelegenheit mehrere Vorbesprechungen. Es wäre also genügend Zeit gewesen, um miteinander zu sprechen. Mit Unwahrheiten gewinnt man garantiert kein seit ca. 50 Jahren bestehendes schlechtes Image in der Aalener Bevölkerung zurück. Aber das ist typisch VfR. Die Realität wird ausgeblendet.

© Schwäbische Post 26.02.2017 20:48
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