Lesermeinung

Zum geplanten Sportvereinszentrum im Hirschbachtal:

In meinem Leserbrief vor drei Wochen habe ich bemängelt, dass die Bevölkerung zu wenig informiert wird vonseiten der Stadt, was den geplanten Bau des Sportvereinszentrums betrifft. Die Presseartikel zum Thema greifen nur das auf, was mir sowieso schon bekannt ist.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass eine Art große Turnhalle gebaut werden soll mit allen Konsequenzen. Warum gibt es keinen öffentlichen Termin, bei dem die interessierte Bevölkerung vom OB und den Vereinsverantwortlichen aufgeklärt wird? Vor allem: Warum interessiert die Meinung der Anwohner nicht? Abgesehen davon ist es Unsinn, erst soziale, naturbezogene Projekte, wie den Aufwindhof und den interkulturellen Garten im Hirschbachtal anzusiedeln, um diesen dann wenig später einen Betonklotz vor die Gartentür zu setzen.

Falls die Stadt und die Vereine davon ausgehen, dass der Bau eines Sportvereinsheimes genügt und das Verkehrsproblem sich von alleine löst, dann ist das zu kurz gedacht. Beispiel: Angenommen, jeden Tag sind nachmittags und abends insgesamt vier Veranstaltungen mit je 50 Besuchern geplant, so sind das mindestens 150 Autos mehr am Tag, die durch die Wohnviertel Heide und Hirschbach fahren werden. Für diese Kapazitäten sind die Straßen vor Ort nicht ausgelegt. Stadtentwicklung schön und gut, aber bitte mit Verstand. Zu guter letzt sollte die Stadt Aalen den Umweltaspekt nicht vergessen, denn zum Umweltschutz gehört wie das Verbot von kostenlosen Plastiktüten im Einzelhandel auch die Vermeidung von „Flächenfraß“ durch Neubauten.

© Schwäbische Post 29.06.2017 20:49
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