Locker, frisch und trocken soll sie sein

Blumenerde In der Regel muss es keine Spezialerde sein, den meisten Pflanzen genügt Universalerde.

Auch wenn es nicht immer Spezialerde sein muss, die Universalerde, mit der die meisten Pflanzen gut klarkommen, sollte allerdings eine hohe Qualität haben, sagt Renate Behrmann, die auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin für viele Ausstellungen zuständig ist. „Die Erde sollte bei Hitze und Wassermangel nicht einschrumpfen, bei stärkerer Bewässerung nicht zu Staunässe neigen und muss nach Trockenheit sofort wieder Wasser aufnehmen können.“

Für den Einkauf der Erde rät Behrmann: „Wenn Sie die Gelegenheit haben, Pflanzenerde anzufassen, tun sie es.“ Gute Pflanzenerde weise eine sehr lockere Struktur auf. „Grobe Klumpen sind dagegen ein Zeichen minderer Qualität.“ In dieser meist verdichteten Erde finden Pflanzen kaum Nährstoffe, keinen Sauerstoff und außerdem viel zu wenig Feuchtigkeit. Die Gartenexpertin empfiehlt außerdem, auf ein möglichst aktuelles Herstellungsdatum zu achten. Sonst kann sich der in der Erde enthaltene Langzeitdünger bereits aufgelöst haben. Im Übrigen kann auch gute Pflanzenerde unter schlechter Lagerung leiden. So sollten Hobbygärtner keine nassen Substrat-Säcke kaufen, betont Behrmann. Die Feuchtigkeit fördere den Befall mit Pilzen und Trauermücken.

Zu den Pflanzen, die Spezialerde benötigen, gehören Teichpflanzen wie Seerosen, Wasserdost oder Wasserminze. Ebenfalls besondere Ansprüche haben Heide- und Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen, Eriken und Callunen. dpa

© Schwäbische Post 21.07.2017 14:49
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