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Schleichwege der Langfinger ins Haus

Einbruchschutz Eine Garage kann selbst nachträglich gegen Ganoven gesichert werden. So verbaut man Dieben unter Umständen auch bequeme Schleichwege ins Haus.
  • In vielen Garagen sind nicht nur Automobile, sondern auch teure Fahrräder, Gartengeräte und andere Gegenstände untergestellt, die bei Langfingern Begehrlichkeiten wecken. Foto: djd/Sommer Antriebs- und Funktechnik

Wenn man für längere Zeit in den Sommerurlaub verreist, dann soll nicht nur das Haus, sondern auch die Garage gut geschützt sein. Denn auch hier lagern meist hohe Werte – neben teuren Kraftfahrzeugen oft auch Fahrräder, Gartengeräte oder Motorräder. Und wenn die Garage ans Haus angebaut ist und es eine direkte Verbindungstür zu den Wohnräumen gibt, dann haben Einbrecher viel Zeit, sich gut geschützt ins Haus vorzuarbeiten, sobald sie sich Zugang zur Garage verschafft haben.

Hier bieten Garagentorantriebe nicht nur mehr Komfort, sondern auch einen besseren Einbruchschutz, der Langfingern die Schleichwege ins Haus sicher verbaut. Es gibt Antriebssysteme, die Tore bereits in der Grundausstattung wirkungsvoll verriegeln. Die Verriegelung greift in jeder Torposition, also nicht nur bei geschlossenem Tor. So ist die Garage auch gesichert, wenn sie zum Beispiel zum Durchlüften einen Spaltbreit offensteht.

Mit Zusatzausstattungen lässt sich der Einbruchschutz am Tor weiter verbessern. Eine zusätzliche Magnetverriegelung am Motor baut zum Beispiel einen Gegendruck von 300 Kilogramm auf, der auch gegen grobe Einbruchsversuche mit Brechstange oder Kuhfuß erheblichen Widerstand leistet.

Um Langfinger zusätzlich abzuschrecken, empfiehlt sich der Einbau eines Alarmbuzzer, der sich ebenfalls mit dem Torantrieb verbinden lässt. Bei einem Einbruchsversuch lassen sie einen lauten Warnton erschallen, bei dem Einbrecher wegen der Gefahr, entdeckt zu werden, in der Regel sofort das Weite suchen.

Ein wichtiges Element bei der Sicherung des Garagentors gegen unbefugtes Öffnen ist auch die Funktechnik, die den Öffnungsbefehl von einem Sender zum Tor überträgt. Nicht alle Systeme sind abhör- und hackersicher. So gut wie nicht zu knacken sind dagegen Systeme, die eine 128bit-Verschlüsselung nutzen, wie sie zum Beispiel auch beim Onlinebanking zum Einsatz kommt.

Sehr sicher sind zudem sogenannte Rollingcodes, bei denen das Signal zur Übertragung bei jeder Benutzung automatisch wechselt. Selbst wenn ein versierter Ganove mit IT-Kenntnissen ein Signal abgreifen und aufzeichnen könnte, würde ihm das nichts nutzen, da dieser bereits genutzte Code nicht noch einmal eingesetzt wird.

So gut wie jedes Garagentor lässt sich durch den Fachhandel mit einem Antrieb versehen – auch nachträglich. Allerdings ist darauf zu achten, dass das eigene Tor und der Antrieb auch zusammen den aktuellen Normen entsprechen, ansonsten kann man als Eigentümer in der Haftung stehen, wenn es zu einem Unfall kommen sollte. djd

© Schwäbische Post 28.08.2017 21:10
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