Leserbeitrag von Frieder Kohler

Zu Ausgebremst

  • Griff ins Wespennest

( http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/suedwest/1619518/)

 Im September 2004 : Universitätsprofessoren des Verkehrswesens zu

Geschwindigkeitsbegrenzung auf Bundesautobahnen (http://www.vpl.tu-dortmund.de/cms/de/Aktuelles/VPL_Letter2/VPLetter/VPLetter_07.pdf )


Fazit: (nicht nur für Herrn Barthle und die CDU)


"Die Kommission der Europäischen Union fordert eine drastische Erhöhung der Verkehrssi-
cherheit. Dies verlangt Maßnahmen für alle Straßenkategorien und Verkehrsteilnehmer –
auch für Bundesautobahnen.
Die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Bundesautobahnen ist ein kurzfristig um-
setzbarer und wirksamer Beitrag zu einem leistungsfähigen und sichereren Verkehrssystem
in Deutschland.

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen baut aggressives Verhalten ab,
unterstützt einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss und ermöglicht stressfreieres Fah-
ren für alle Verkehrsteilnehmer.

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen ist bei einem steigenden Lkw-
Anteil ein wichtiger Beitrag zur Harmonisierung der Verkehrsabwicklung und damit
zur Reduktion der Verkehrsunfälle.

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen erhöht die Verkehrssicherheit,
reduziert den Kraftstoffverbrauch und die CO 2 -Emissionen.
- 4 -

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen unterstützt bei einem zunehmen-
den Anteil älterer Autofahrer deren Teilnahme am Straßenverkehr und trägt so zur
Mobilitätssicherung älterer Menschen bei.

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen wird bei steigenden internatio-
nalen Verflechtungen als Angleichung der Verkehrsregelungen immer wichtiger.

Ein allgemeines Tempolimit auf Bundesautobahnen setzt Impulse für eine verträgli-
chere Fahrzeugtechnik und damit zu mehr Sicherheit und Umweltschutz.
Daher unterstützt die Gruppe der unterzeichnenden Hochschullehrer die Einführung einer
moderaten allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen auf 140 oder
130 km/h. Diese sollte ergänzt werden durch restriktivere Begrenzung auf 120 bzw. 110
km/h für Lkw mit zulässigem Gesamtgewicht unter 2,8 t, sowie bei Nässe für alle Fahrzeuge,
sofern sie nicht durch andere Regelungen ohnehin langsamer fahren müssen. Eine gleich-
zeitige Absenkung der Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen von 100 auf 90 km/h wäre
separat zu erwägen.
Die Einführung einer solchen Maßnahme bedarf zur breiten Akzeptanz durch die Ver-
kehrsteilnehmer einer entsprechenden Aufklärung über Zielsetzung und erwartete Wirkun-
gen. So wie auf allen anderen Straßen ist auch auf Bundesautobahnen eine angemessene
Überwachung zur Erfolgssicherung notwendig. Insbesondere ist das Prinzip der örtlich und
situativ angepassten Geschwindigkeiten (§ 3 Abs 1 StVO) durchzusetzen.
Die Wirksamkeit der Geschwindigkeitsbegrenzung ist kontinuierlich zu überprüfen. Eventuell
sind nach Vorliegen ausreichender Erfahrungen die Grenzwerte neu zu bewerten und zu
korrigieren. Mittel- und längerfristige Entwicklungen insbesondere in der Fahrzeugtechnik
und in den fahrerbezogenen Informationssystemen sind in eine Bewertung mit einzubezie-
hen. Generell sind andere – eingangs erwähnte – Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrs-
sicherheit selbstverständlich mit aller Intensität weiter zu verfolgen."

Ob das Justizministerium BW und Herr Barthle ihre Bremsklötze zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der (geistigen) Garage verstauen, ist sehr fragwürdig! Den Leser*innen stellt sich die Frage, wer bei diesem Sachverhalt (Freie Fahrt dem freien Bürger!) rechtswidrig handelt!

© Frieder Kohler 19.10.2017 10:30
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Kommentare

Frieder Kohler

Zur Vertiefung von Pro und Contra - bitte nicht am Telefon: Nur Mut!

"Die Einführung einer solchen Maßnahme bedarf zur breiten Akzeptanz durch die Ver-
kehrsteilnehmer einer entsprechenden Aufklärung über Zielsetzung und erwartete Wirkun-
gen. So wie auf allen anderen Straßen ist auch auf Bundesautobahnen eine angemessene
Überwachung zur Erfolgssicherung notwendig. Insbesondere ist das Prinzip der örtlich und
situativ angepassten Geschwindigkeiten (§ 3 Abs 1 StVO) durchzusetzen."

Frieder Kohler

hier ist die Ergänzung:http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/suedwest/1621175/

Lesen oder lesen lassen: http://www.schwaebische-post.de/1619566/ !

Ob der heranrasende freie Bürger weiß, daß ich mich "nicht in Luft" auflösen, nicht auf den rechten Fahrstreifen einscheren kann, da die Lkw/Sattel-Kfz ohne ausreichenden Sicherheitsabstand fahren? Die Scheinwerfer des "Rennwagens" (Dauer-Licht-Hupe) werden zur Waffe und bedrohen mein Leben und meine Gesundheit! Der/die "Irren" halten wenig vom Grundrecht (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) ihrer Mitbürger, das ungehinderte schnellere Vorwärtskommen ist Maxime ihres Handelns und stets vorsätzliche Mißachtung von (Verkehrs-)Regeln! Trotz Bahncard 50 kann nicht jede Fahrt mit der DB unternommen werden, deshalb hoffe ich mit den vielen Bedrohten/Genötigten auf der BAB (endlich) auf die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit, die bei Mißachtung die Bewertung der Schuldfrage für den Richter erleichtert.

Frieder Kohler

Die Nachricht von heute , nicht nur für die "Freie-Fahrt-Bürger" :

Das Kohlendioxid-Niveau ist im Jahr 2016 auf den höchsten Stand seit 800.000 Jahren gestiegen. Das teilte die Wetterorganisation der Vereinten Nationen mit. Die Zunahme der CO2-Konzentration beschleunige die Erderwärmung und mache den Planeten immer unwirtlicher.

Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre hat im vergangenen Jahr laut den Vereinten Nationen einen Rekordwert erreicht. Das Kohlendioxid-Niveau sei 2016 auf den höchsten Stand seit 800.000 Jahren gesprungen, teilte die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf mit.

Frieder Kohler

Hier meldet sich ein aufmerksamer Zeitgenosse: http://www.schwaebische-post.de/artikel.php?aid=1624993 ! "Früher", sagte Z., "war oft vom Lumpenproletariat die Rede. Wäre es nicht höchste Zeit, sich zur Abwechslung einmal mit der Lumpenbourgeoisie zu befassen?" Jetzt aber ran an die Themen der Zeit, es gibt noch viele Briefkastentanten und -onkels, welche Briefkastenfirmen als legal bezeichnen (müssen), weil sie seit Jahrzehnten als "Gesetzgeber" untätig bleiben. Merke: "Wörter sagen mehr als die Politiker, die den Mund damit voll nehmen", meint Herr Z in Herrn Zetts Betrachtungen (H.M.Enzensberger/Suhrkamp).

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