Lesermeinung

Zu den Äußerungen des Schwäbisch Gmünder CDU-Bundestagsabgeordneten, Staatssekretär Norbert Barthle in Bezug auf die Regierungsbildung in Berlin, zu lesen am vergangenen Samstag, 2. Dezember, in der Gmünder Tagespost:

Sehr geehrter Herr Barthle, vor kurzem noch haben Sie die SPD mit der AfD gleichgestellt und sie als unwählbar bezeichnet. Nun frage ich mich schon, wie Sie so schnell zu einer anderen Meinung gekommen sind. Ist es die Sorge um Ihren Posten oder haben Sie Angst, Ihre Bundeskanzlerin ist der jetzigen Situation nicht gewachsen? Für eine Minderheitsregierung fehlt Ihnen und Ihrer Kanzlerin offensichtlich der Mut, denn dazu ist es nötig, Diskussionen zu führen, Überzeugungsarbeit zu leisten und Mehrheiten zu finden. Das ist sicher nicht immer einfach, brächte aber mal lebendige Demokratie und vielleicht weniger Lobbyismus-Einfluss in den Bundestag. Das würde mir gefallen und würde bestimmt der Politikverdrossenheit entgegenwirken.
Also, Herr Barthle, bemühen Sie sich um etwas mehr Mut und Fantasie in der Regierungsbildung und überlassen Sie den Mitgliedern der SPD, welche Verantwortung sie weiter für unser Land übernehmen wollen. Opposition ist eine wichtige Aufgabe und kein Mist. Eine weitere GroKo würde die SPD nach der nächsten Bundestagswahl wahrscheinlich, wie in Baden- Württemberg, hinter die AfD bringen und damit wäre weder unserem Land noch der Demokratie gedient.

© Schwäbische Post 03.12.2017 18:53
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