Leserbeiträge

Zum Leserbrief "Massiv die Luft verpestet"

Sicher ist es ein gewisser Widerspruch, auf der einen Seite 364 Tage im Jahr die Luftverschmutzung zu beklagen und am 365. Tag durch Abbrennen von Feuerwerk ganz mächtig dazu beizutragen.

Andererseits, wenn wir schon 364 Tage im Jahr so brav sind, warum sollten wir nicht gemäß dem kirchlichen Motto "pecca fortiter" ( ... und bereue hinterherher ebenso tapfer ) einmal im Jahr über die Stränge schlagen?

Wir feiern schließlich auch 'Karneval' ( Fasching ) und schlagen dabei häufig über die Stränge - und dann wird eben bis Ostern gefastet.

So lange wir nur am Sonntag nach der Messe einen ( auch großen ) Schnaps trinken würden und den Rest der Woche überhaupt keinen Alkohol, wäre Alkoholismus ( Sucht ) auch keiner Rede wert.

© In my humble opinion 08.01.2018 23:06
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Kommentare

derleguan

wär ja schön, wenn es so wäre. Leider verpesten wir die Luft auch an den restlichen 364 Tagen ganz massiv - am 365 Tag kommt lediglich mit dem Feuerwerk einer oben drauf.

Aber so lange unsere Politik ein Dieselfahrverbot in Stuttgart nicht durchsetzen kann und lieber vorerst eine Strafe von 10 000€ bezahlt (weitere werden kommen), wird es wohl so sein wie oben beschrieben.

Mit flotten Sprüchen, der ein oder anderen Entschuldigung für die ein- oder andere "Sünde" steuert unsere Gesellschaft in die "Kollegtive Krankheit" diesem Falle die vielen Lungenkrankheiten und Tote - die aber wiederum als individuelle Schicksaalsschläge wahrgenommen werden.

Soll am Ende nur niemand sagen, die Politiker wären Schuld gewesen. Sie machen genau die Politik, die der Schreiber sich wünscht und schonen unsere Dieseldreckmafia wo immer sie können.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 09.01.2018 um 07:54
.... Sie machen genau die Politik, die der Schreiber sich wünscht ....

Woher wollen Sie wissen, was ich ( 'der Schreiber' ) mir wünsche, was ich mir von den Politikern wünsche oder von den Industriebossen?

Wir sollten nur die Kirche im Dorf lassen und zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht 365 Tage im Jahr als grantelige Sauertöpfe herumlaufen können.

In my humble opinion

Stefan Dierkes schrieb am 09.01.2018 um 13:54

Der Leserbrief ist in der Online-Ausgabe hier erschienen:

www.gmuender-tagespost.de/1638355

Ja, schon, aber warum nicht hier an dieser Stelle?

Stefan Dierkes Administrator

In my humble opinion schrieb am 09.01.2018 um 14:07

Ja, schon, aber warum nicht hier an dieser Stelle?

Er ist auch am 4.1.2018 um 21:10 Uhr hier im Ressort "Regional > Leserbeiträge" erschienen.

In my humble opinion

Stefan Dierkes schrieb am 09.01.2018 um 14:12

Er ist auch am 4.1.2018 um 21:10 Uhr hier im Ressort "Regional > Leserbeiträge" erschienen.

Entweder finde ich die Briefe/Kommentare "einfach so", aber ich suche nicht in der Website herum, ob ich etwas finde.

Edgar Kuchelmeister

Naja, die Luftverpestung finde ich noch nicht einmal sooo schlimm. Der ganze Dreck der da liegen bleibt und auch keinesfalls wieder mit heim genommen wird.

Ich war am Bodensee in der Silvesternacht. Horden betrunkener Jugendlicher die sich teilweise mit Raketen beschossen haben, die aus der Hand gestartet haben und Böller in die Menge gekickt haben ... Die Polizei hat eine Stunde vorher mit dem Vorbeifahren im Polizeiauto Präsenz gezeigt und war dann nicht mehr zu sehen. Bescheuerte Eltern, die ihren Kinder z. T. unter 10 Jahren die - wenn auch kleinen - Feuerwerke anzündeten und Mütter die Babies durch dieses Mob trugen ... Da möchte man doch manchmal Nackenschläge verteilen!
Ehrlich gesagt war mir massiv unwohl und ich hab mich auch etwas nach hinten abgesetzt.

In meiner Jugend war Feuerwerk teuer und man konnte oder wollte sich höchstens ein paar Knaller und 1, 2 Raketen leisten. Heute fahren die auf, da könnte man einen Kleinkrieg damit gewinnen.

Die Reinigungkosten der Gemeinden sollten auf das Feuerwerk draufgeschlagen werden, bzw. privates Abbrennen verbieten, dafür einfach ein zentrales Feuerwerk von Fachpersonal das deutlich schöner und weniger gefährlich wäre. Das ist mein Vorschlag.