Funktionskleidung: Was eine gute Regenjacke ausmacht

Wenn es mal wieder regnet im Ostalbkreis, nützt ein Regenschirm nicht viel. Zu stark der Schauer, zu heftig der Wind. Viel besser bedient ist man mit einer Regenjacke. Sie ist – klimabedingt – das wohl beliebteste Funktionskleidungsstück der Deutschen. Doch damit sie wirklich hält, was sie verspricht, sollte eine Regenjacke aus dem richtigen Material bestehen und die richtige Pflege bekommen.
Funktionskleidung hat es längst aus der unmodischen Ecke herausgeschafft. Mittlerweile gibt es die praktische Outdoorjacken in allen erdenklichen Farben und Schnitten. So muss man nicht zur erstbesten Regenjacke greifen, sondern kann das neue Kleidungsstück unter modischen Aspekten beurteilen und entsprechend auswählen.

Moderne Outdoorkleidung ist atmungsaktiv

Natürlich kommt es nicht allein auf gutes Aussehen an. Schließlich soll die Regenjacke vor Regen schützen und gleichzeitig angenehm zu tragen sein. Die Friesennerz-Variante aus mit PVC beschichtetem Polyester ist längst überholt, heute gibt es Materialien wie Gore-Tex. Die Stoffe sind wasser- und windabweisend, lassen aber Luftzirkulation zu. Sie regulieren die Temperatur am Körper und sorgen dafür, dass es unter der Jacke weder zu warm noch zu kalt wird. Schweißbildung beugen sie vor, da sie Feuchtigkeit nach außen transportieren.
Außer durch das Material zeichnet sie sich gute Outdoorkleidung durch eine hochwertige Verarbeitung aus. Die Nähte sollten fest und am besten abgedichtet sein, damit keine Feuchtigkeit nach innen dringen kann.

Gute Pflege gewährleistet Langlebigkeit von Funktionskleidung

Damit die Nähte stets fest und die Funktion des Materials bestmöglich erhalten bleiben, sollte man die Funktionskleidung richtig waschen. Der normale Waschgang in der Waschmaschine eignet sich nur in wenigsten Fällen. Die Schutzschichten auf dem Stoff oder sogar die Nähte könnten sich auflösen. Um das zu verhindern, sollte man die Angaben des Herstellers genau befolgen. Jedes Material hat andere Anforderungen an den Waschgang. Auch die Wahl des Waschmittels hat Auswirkungen darauf, wie lang die Qualität der Outdoorkleidung erhalten bleibt.
Doch so sorgfältig man die Jacke auch pflegt, jede noch so gute Beschichtung wäscht sich irgendwann aus. Hier kann eine Nachimprägnierung hilfreich sein. Dafür gibt es spezielle Waschmittel, die man beim Waschen mit in die Maschine gibt. Gore-Tex-Material lässt sich normalerweise über Wärme reaktivieren. So kann es helfen, es auf niedriger Stufe in der Maschine zu trocknen oder es mit einem nicht zu heißen Bügeleisen sanft zu bearbeiten.

Bild: Annie Spratt

© Schwäbische Post 14.02.2018 09:31
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