Bitte um Wertschätzung

Zu den SP-Artikeln Thema „Radwege aufs Härtsfeld“ und zum Leserbrief von Anton Abele zu diesem Thema vom 6. April:

Auch wenn das zu diesem Thema der Leserbrief Nr. XX ist und manchen das nervt, so muss man sich doch fragen, wo die Gründe für die anhaltende Diskussion liegen. Ich meine, dass es um Wertschätzung und Demokratieverständnis geht: Wertschätzung für das, was für viele, vielleicht nicht so mächtige Bürger wie es die Radfahrer sind, einen hohen Wert darstellt, nämlich dieser wunderschöne Panoramaweg mit seinem Flair der unbehelligten Sicherheit, ja auch der Gemütlichkeit. So eine Zone ist doch wie ein Park, in dem die rasenden Bürger in der Regel ja auch nicht durchpreschen dürfen. Niemandem ist verwehrt, den Park zu genießen, nur eben mit angepasster Geschwindigkeit. Leider muss man immer wieder feststellen, dass etliche, sich sportlich großartig vorkommende Radfahrer selbst auf schmalen Wanderwegen abenteuerlich daherkommen und – wenn man ihnen Vorhaltungen macht – einfach grob antworten: „Dann zeigen Sie uns doch an!“ und weiterfahren. So vor Kurzem erlebt. Wertschätzung ist auch angesagt vor dem, was Mitbürger bewegt. Ein „Machtwort“ würde die Fronten nur noch weiter verhärten.

Binia Wippenbeck

Aalen

© Schwäbische Post 10.04.2018 16:36
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Sehr geehrte Frau Wippenbeck,

tut mir leid, ich kann's mir nicht verkneifen: Dieses Radfahrer-Bashing (verbales verklopfen) nervt mich als Radfahrer. Denn aus meiner Erfahrung heraus sind es immer Fußgänger, die sich selber falsch verhalten und einem dann ein "nicht so schnell" hinterher rufen.

Es ist nun mal der exclusive Vorteil des Fahrrads schneller als zu Fuß zu sein und daher einen größeren Aktionsradius zu haben. Jeder muß auf den anderen Rücksicht nehmen, das ist auf der Straße so und auch auf Wegen.

Ich persönlich fahre lieber einen Umweg um Straßen- und starken Fußgängerverkehr aus dem Weg zu gehen. Ich bin auch gerne flott unterwegs, wo es mit einem 25 kg schweren E-Bike mit breiten, schwerrollenden Reifen geht. Ich sage auch mal "Danke" wenn jemand vernünftiger Weise an die Seite des Weges geht damit man gut aneinander vorbeikommt.

Was mich aber wütend macht ist die Arroganz mancher Fußgänger oder Wanderer die eben nicht aus dem Weg gehen, was in der Aussage gipfelte "und ich geh nicht zur Seite" und mich sogar ins Hinterrad trat!

Nochmal: Ich persönlich würde (erlaubt oder nicht) einen stark frequentierten Wanderweg meiden, da dort Radfahren keinen Spass macht. Aber es muss dann auch Alternativen geben, die Straße ist keine Alternative!