Wie ein Strohfeuer

Zum jüngsten Beschluss der EU in der Asyl-/Flüchtlingspolitik:

„Den Worten und Aussagen in den Leserbriefen dieser Tage von Herrn Professor Kuhnert bzw. Herrn Reubold, ist vollkommen zuzustimmen. War nicht die verfehlte (Anmerkung: Kanzlerin Merkel gibt es ja heute teilweise zu, dass dies ein Fehler war, nach dem sie felsenfest jegliche Kritik und Warnungen daran zuvor abblitzen ließ bzw. ignorierte) 'Willkommens - bzw. Wir-schaffen-das-Politik' von Angela Merkel vergangener (und auch noch heutiger) Jahre Auslöser des jetzigen, nicht nur nationalen, sondern mittlerweile EU-weiten Problems? Wie kann man, aufgrund der Aktualität, einen zweifelhaften (wenn man dessen Inhalt genauer durchliest) Beschluss aufgrund eines 'in aller Eile' einberufenen, kurzfristigen 'Krisengipfels' der EU-Staaten innerhalb Europas verfassen bzw. versuchen, diesen schnellstmöglich umzusetzen, wenn Staaten wie beispielsweise Tschechien, Ungarn oder Italien nicht 'mitziehen', sich weigern, bzw. Vorbehalte haben? Niemand lässt sich bekanntlich von anderen vorhalten, was er gefälligst zu tun, bzw. zu lassen hat; So ist es auch in der Politik, bzw. bei Staaten. Daher werden die jüngsten, im 'Hau-Ruck-Verfahren' durchgeboxten, europaweit betreffenden Beschlüsse zur angeblichen 'Problemlösung' in der aktuellen Asyl- /Migrantenfrage wie ein Strohfeuer 'verpuffen', wenn nicht alle Länder an einem Strang ziehen. Horst Seehofer hat es längst erkannt.“

© Schwäbische Post 02.07.2018 20:23
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derleguan

Wenn die sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich den materiellen Nährboden für Rechtspopulismus, Rassismus und Nationalismus bildet, muss in erster Linie die soziale Ungleichheit bekämpft werden. Das beste Mittel gegen den Rechtspopulismus war und ist eine gute Sozialpolitik, die dafür sorgt, dass niemand Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut haben muss.