"Wirtschafts- politischer Unsinn"

Zum Artikel über Roland Hamm, SchwäPo vom 6. August:
Es ist unbestreitbar, dass Roland Hamm für die Arbeitnehmer der Region viel geleistet hat. Durch seine rhetorische Fähigkeit und sein Verhandlungsgeschick konnte er in vielen Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite Erfolge erzielen. Ich frage mich, was ihn bewogen hat, sich an die Spitze einer Partei zu stellen, deren Ziele so unrealistisch, rückwärtsgewandt und wirtschaftspolitischer Unsinn sind. Ich hoffe nur, dass es nicht auch verletzte Eitelkeit ist, wie bei seinen Mitstreitern Lafontaine und Maurer.
Wie glaubwürdig ist ein Verhalten, das in Betrieben Kompromisse eingehen muss und Abstriche bei Arbeitszeiten und Sonderzahlungen zustimmt, um Arbeitsplätze zu sichern und um überhaupt am Ball zu bleiben, und draußen die einfache Lösung der Probleme anbietet, durch ein Bündel Steuererhöhungen und unfinanzierten Wahlgeschenken?
Mir ist unklar, wie er den Spagat aushält, in der einen Woche auf Anti-Nazi-Demonstrationen die Fahne zu schwenken und in der anderen Woche mit Lafontaine mit Nazi-Vokabular auf Wahlversammlungen zu ziehen. Seine Schuldzuweisungen an die etablierten Parteien, sie betrieben eine verlogene Politik, fällt mit voller Wucht auf ihn und seine Mitstreiter zurück, denn soviel wirtschaftspolitisch Unseriöses, wie in dem Programm der PDS/WASG, steht in keinem Programm der anderen Parteien.
Adolf Berroth, Adelmannsfelden
© Schwäbische Post 11.08.2005 00:00
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