Engerlinge absammeln

Schädlinge Fette weiße Larven im Boden? Diese loszuwerden, ist schwierig.

Engerlinge – unter dem Begriff fasst man weiße, dicke Larven von Schädlingen im Garten zusammen. Sie können von verschiedenen Insekten stammen und verschiedene Pflanzen befallen – und genau das ist das Problem für Hobbygärtner. Wichtig ist die Bekämpfung allerdings, denn die meisten Larven fressen Wurzeln auf, erklärt Marianne Klug, Sachbereichsleiterin beim Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Immerhin: Für Topfpflanzen wie Rosen kann Klug auch unabhängig von der jeweiligen Gattung der Larven einen Tipp geben: die Pflanzen kurz aus dem Topf holen und die Engerlinge aus dem Wurzelstock und der Erde absammeln.

Bekämpfung mit Nematoden

Für die Bekämpfung eines Befalls bei Beetpflanzen muss die jeweilige Insektenart näher bestimmt werden. Der Einsatz von Nematoden – winzigen Fadenwürmern – ist laut dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe beim Junikäfer und dem Kleinen Rosenkäfer, der auch unter dem Namen Gartenlaubkäfer bekannt ist, möglich. Beide Larven lassen sich anhand der Fortbewegung auf Beinen ausmachen.

Auch auf den Purzelkäfer, dessen behaarter Rücken auffällt, und den Dickmaulrüssler, dessen Larven sich gekrümmt und beinlos fortbewegen, gehen Nematoden los.

Die Nematoden lassen sich im Fachhandel beziehen und mit Gießwasser ausgießen. Im Boden jagen sie dann den Käfernachwuchs, dringen in die Larven ein und vermehren sich in ihrem Körper. dpa

© Schwäbische Post 13.07.2018 16:48
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