Lesermeinungen

„Kein Bad mit privatem Investor“!

Leserbrief zum Bürgerbegehren

Hans-Dieter Beller meint, der Gemeinderat würde detailliert die Vorschläge der privaten Investoren überprüfen und dann soll es einen Bürgerentscheid geben.

Was soll denn dann entschieden werden? Zwischen zwei privaten Investoren? Und ob der Gemeinderat vorher objektiv prüft, möchte ich bezweifeln. Vielen fehlt die nötige Distanz zum Stadtoberhaupt. Es ist eben schwierig geworden, einem Duzfreund einen Wunsch abzuschlagen. Vielleicht ist dies ja der Grund dafür, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf den Weg machen, Bürgerinitiativen gründen und sich gezwungen sehen, ihre Anliegen selbst in die Hand zu nehmen.

Im letzten Bau und Umweltausschuss hat die Bürgerinitiative Taubental ihre Berechnungen für ein Hallenbad in städtischer Hand vorgestellt.

Es ist ein guter Vorschlag. Es wäre ein Hallenbad, das uns gehört und nicht einem Investor, der sich eine goldene Nase daran verdienen will. Die Stadt selbst hätte es in der Hand, wie gebaut wird und wie hoch auch letztendlich die Eintrittspreise werden.

Wenn 1000 bis 1200 Besucher täglich benötigt werden, damit sich ein Spaßbad für einen privaten Investor lohnt, wird schnell klar, dass der Spaß für den Geldgeber spätestens dann aufhört, wenn der Gewinn ausbleibt. Die Folgekosten blieben aber an der Stadt hängen und die wären nicht gering.

Wir Gmünderinnen und Gmünder, wollen ein Hallenbad das uns gehört, das der Umwelt nicht schadet und das bezahlbar ist. Deshalb starten wir jetzt mit der Unterschriftenaktion für ein Kommunales Hallenbad.

© Schwäbische Post 31.07.2018 20:18
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