Herbstliche Witterung birgt Gefahren

Verkehr Die unscheinbare Gefahr von Staunässe in der Unterführung hat schon so manchen Autofahrer böse überrascht. Autofahrer müssen im Herbst besonders auf nasse Straßen sowie auf Wild achten.
  • Bei starkem Regen sollten Autofahrer auf überschwemmten Straßen lieber stehenbleiben. Foto: Peter Steffen/dpa

Bei extremem Starkregen laufen Unterführen schnell voll und können zu einer bösen Falle werden. Doch auch wenn das Wasser dort nicht so hoch steht, kann es schnell folgenreich werden. Steht es höher als etwa die halbe Höhe der Felgen, kann der Motor Wasser ansaugen und kaputtgehen. Daher warnt die Sachverständigenorganisation Dekra auch davor, auf überschwemmten Straßen weiterzufahren, zumal dort Autofahrer die Orientierung verlieren könnten, wenn wegen stehenden Wassers der weitere Fahrbahnverlauf nicht mehr genau abzuschätzen ist.

Unterwegs plötzlich einsetzender heftiger Regen kann die Sicht auf wenige Meter reduzieren. Dann sollten Autofahrer zwar das Tempo reduzieren, hektisches Lenken oder Bremsen aber vermeiden. Richtig ist es, möglichst gleichmäßig mit eingeschaltetem Abblendlicht weiterzufahren. Kommen die Wischer nicht mehr gegen die Wassermassen an, ist es besser, rechts ran zu fahren und anzuhalten. Spätestens dann, wenn man die Reifenspuren des Vordermanns auf der nassen Fahrbahn nicht mehr sieht, droht die Gefahr von Aquaplaning. Der Wagen kann dann unkontrolliert ausbrechen. Hier hilft nur, die Geschwindigkeit zu reduzieren, den Abstand zum Vordermann vergrößern und auf Überholvorgänge möglichst zu verzichten.

Doch Überflutungen sind nicht die einzige Gefahr, die im Herbst im Straßenverkehr lauert. Herabfallendes Laub kann die Haftung der Reifen auf der Fahrbahn dramatisch reduzieren. Sollte man ins Rutschen kommen: Nicht erschrecken, abrupt bremsen oder lenken. Am besten ist es, langsam zu fahren und den Fuß vom Gas zu nehmen.

Wenn die Tage kürzer werden, sind Wildtiere verstärkt aktiv. Sind Tiere am Straßenrand erkennbar: Sofort runter vom Gas, abblenden und nicht hupen. Sollten die Tiere erschrecken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie erst recht auf die Straße laufen. Kommt es doch zu einem Zusammenstoß mit Wild, ist unbedingt die Unfallstelle abzusichern und die Polizei über den Unfall zu informieren. dpa

© Schwäbische Post 31.08.2018 15:36
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