Lesermeinung

Zum SchwäPo-Bericht „Kinderklinik in Aalen in Gefahr?“ vom 30. August

„Den Ball flachhalten“, „aus der Luft gegriffen“, „reine Spekulation“ . . . Das sind alles Floskeln, die ich schon Hunderte Male gelesen habe, unter anderem auch bei der Schließung der Reinhardt-Kaserne in Ellwangen, bei den Verträgen rund um die LEA und so weiter. Die Urheber mögen unterschiedlich sein, das Ergebnis ist immer das Gleiche: Es wird am grünen Tisch ganz was anderes entschieden, als der Bürger will – und wie es ihm zuerst vorgegaukelt wurde.

Diesmal wird das unschöne Spiel allerdings auf dem Rücken von jungen Eltern ausgetragen und deren Kindern. Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von zwei Stunden, fast keine Chance für Eltern aus dem ländlichen Raum zwischen Ellwangen, Crailsheim und Nördlingen. Wie jemand ohne Auto und Führerschein täglich zu einem kranken Kind in Mutlangen kommen soll – bei Frühchen sind 8 bis 12 Wochen ganz schnell drin –, spielt offenbar in dieser Diskussion nur eine untergeordnete Rolle.

Niemand ist dafür, dass die Kinderklinik in Aalen geschlossen werden soll, alle Eltern sind voll zufrieden mit der Versorgung. Es ist für so vieles Geld da, auch im Krankenhausbereich. Dann muss es auch eine Möglichkeit geben, diese Klinik zu erhalten – wenn man denn will und in der Schublade nicht schon die fertigen Papiere liegen wie in so vielen anderen Fällen.

© Schwäbische Post 02.09.2018 18:59
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