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Stefan Henne erreicht bei seiner DM-Premiere Rang sieben Leichtathletik, deutsche Mehrkampf-Meisterschaft

Zufrieden mit dem Rang, nicht mit der Punkteausbeute: 24-jähriger Athlet der LG Rems-Welland sammelt 6600 Punkte im Zehnkampf in Wesel.
  • Stefan Henne bei Speerwurf

Mit dem Ziel, unter die acht besten Zehnkämpfer zu kommen, war Stefan Henne (LG Rems-
Welland) zur deutschen Mehrkampfmeisterschaft nach Wesel (Nordrhein-Westfalen) angereist. Für
den 24-Jährigen war es die erste Teilnahme im Feld der Männer. Allerdings sollten sich schon im
100-Meter-Lauf zu Beginn zwei Faktoren bemerkbar machen, die Hennes Leistungen am
Wettkampfwochenende negativ beeinflussten: Frische Temperaturen und böiger, wechselnder Wind
machten die technischen Disziplinen schwierig und Hennes Oberschenkelmuskulatur. „Bis zur
Hälfte führte er das Feld an, dann sind die Oberschenkel fest geworden“, schilderte Trainer Dennis
Schönbach. Zwar leistete der extra mitgereiste LG-Physiotherapeut Frank Metz hervorragende
Arbeit und half, Henne durch den Wettkampf zu bringen - die leichten Probleme sollten aber
bleiben. 11,90 Sekunden war die Zeit, die etwas langsamer als erhofft war. Gleiches galt für den
Weit- und den Hochsprung, wo Henne 6,42 und 1,91 Meter sprang – beides nicht schlecht, aber
eben auch einige Zentimeter unter seinen Bestleistungen (6,93 und 2,01). 13,11 Meter im
Kugelstoßen und ordentliche 52,04 Sekunden über 400 Meter komplettierten die Resultate. „Im
Großen und Ganzen ein zäher Tag mit viel Kampf“, bilanzierte Schönbach nach den ersten fünf
Disziplinen, nach denen Stefan Henne auf Rang sechs lag.
Auch am zweiten Wettkampftag sollte es so bleiben: In allen Disziplinen fehlten ein paar Prozent.
16,38 Sekunden über 110 Meter Hürden waren zufriedenstellend, aber nach Problemen mit der
Technik im Diskuswurf standen nur 34,62 Meter auf der Anzeige. Und im Stabhochsprung endete
die Reise bei 3,90 Metern. Spätestens nun war klar, dass die Medaille unerreicht bleiben würde
Henne war auf Rang neun abgerutscht. Den Speer schleuderte der LG-Athlet dann aber auf gute
48,15 Meter – vier Meter weiter als bei den baden-württembergischen Meisterschaften in
Weingarten, wo Henne sich als Vizemeister für die DM qualifiziert hatte. Den abschließenden 1500-
Meter-Lauf bewältige Henne in 4:32,00 Minuten was das Punktekonto auf 6600 Punkte auffüllte –
Rang sieben.
„Ich habe alles rausgeholt, was drin war“, versicherte Stefan Henne nach dem Wettkampf. Mit dem
Ergebnis waren er und sein Trainer Denis Schönbach dennoch nur teilweise zufrieden. Der siebte
Platz ist gut, die Top Acht waren unser Ziel“, sagte Schönbach. „Allerdings hätten wir schon gerne
ein paar Punkte mehr gehabt.“ „Wenn ich in den Bereich meiner Bestleistung gekommen wäre,
wären die Top Fünf oder vielleicht sogar Bronze drin gewesen“, weiß Henne. 6989 Punkte hat der
Aalener Zehnkämpfer schon erreicht. Bei der DM wurde Marvin Gregor (Gütersloh) mit 6935
Punkten Dritter. Der siebte Platz bei der deutschen Meisterschaft sei dennoch ein gelungener
Abschluss für eine gute Saison. Schließlich war Henne bereits bei der baden-württembergischen
Hallenmeisterschaft Zweiter im Siebenkampf geworden und hatte auch im Hochsprung und im
Zehnkampf jeweils die Landesvizemeisterschaft erreicht. „Insgesamt war es ein super Jahr“,
bilanziert Stefan Henne.

Quelle: Benjamin Leidenberger Schwäbische Post Aalen

© LeichtAthletikClub Essingen 09.09.2018 21:21
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