Lesermeinung

Zum Artikel „Die Einkaufsstadt Aalen wappnet sich“, Schwäbische Post vom 12. September:

Ich denke, für die Fortschreibung eines Einzelhandelskonzepts spielt die eventuelle Einwohnerentwicklung einer Stadt nur eine untergeordnete Rolle. Der bröckelnde Niedergang der einst hochfrequentierten Innenstädte liegt hauptsächlich am Wandel des Konsumverhaltens der Bevölkerung.

Dem Internet mit all seinen Bequemlichkeiten beim grenzenlosen Onlineshopping kann eine noch so gut aufgestellte Einkaufsstadt wenig entgegensetzen.

In der Regel günstigere Preise, sehr kurze Lieferzeiten und eine Auswahl, die in der realen Einkaufswelt nie erreicht werden kann, dann keine Anfahrstaus, keine Parkplatzsuche – das ist nun mal der Trend der Zeit und da wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

Und - nicht zu vergessen, die großen Einkaufsmärkte draußen „auf der (ehemals) grünen Wiese“. Bequem anzufahren und kostenlos parken, Döner, Pizza und Burger gleich nebenan –Konsument was willst du mehr?

Da mögen die Städte und City-Manager sich noch so viel Gedanken machen und Anstrengungen unternehmen wie lange Einkaufsnacht, verkaufsoffener Sonntag – gegen den Internethandel und die Einkaufstempel draußen vor der Stadt kommen sie nie an.

Aber liebe Aalener tröstet Euch, andere Städte sind von der Kehrseite der heutigen bequemen Konsumwelt nicht minder betroffen.

© Schwäbische Post 12.09.2018 18:59
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