Leserbeiträge

Am Wörtchen „verfrüht“ scheiden sich die Geister ( P-GT vom 13. September 2018, S. 9 )

Wieder mal ein Streit 'um des Kaisers Bart', Wortklauberei. Der aus meiner Sicht wesentliche Punkt ist wieder mal im Text versteckt:

>Er ( Anm.: der OB ) habe vom Gemeinderat den Schuldenabbau hinter die Löffel geschrieben gekriegt. Deshalb habe er die Prüfung begonnen, wie ein neues Hallenbad ohne Schulden gebaut werden könnte. Dies sei nun gestoppt<

Muss ich, müssen wir nun daraus schließen, dass für den Herrn OB ( und offensichtlich für den größten Teil der Stadträte ) ein ÖPP-finanziertes Spassbad ein Vorgang 'ohne Schulden' sei?

Welches finanzielle Verständnis steht denn hinter einer solchen Aussage? Glaubt man wirklich allen Ernstes, dass ein Finanzinvestor der Stadt Gmünd eine solche Summe 'schenkt' ( = vorstreckt ) und sich - alle Risiken auf sich nehmend - für 30 Jahre mit einer festen Summe zufrieden gibt?

Und woher kommen denn alle die Schulden, wenn nicht aus dem großzügigen Stadtumbau im Rahmen der Landesgartenschau?

Sicher, Gmünd macht jetzt an wenigen Stellen etwas mehr her als vordem, aber welchen Anteil haben alle diese Investitionen bis heute zum Schuldenabbau beigetragen? Und wenn Gmünd sich mit dem Stadtumbau ( finanziell ) verausgabt hat, wie allzuoft in der Vergangenheit zwar viele Wünsche, aber wenig Geld gehabt hat und nun als armer Schlucker mit leeren Taschen dasteht?

Wie viel in Euro ist die Hoffnung denn wert, mit solchen gewaltsam auf 'Natur genießen' gequälten Projekten wie dem Zeiselberg auf mögliche Fachkräfte 'attraktiv' zu wirken?

Wie wäre es, statt mit einem Investor mit dem Reg-Präs zu sprechen, wie viele zusätzliche Schulden sich Gmünd leisten darf und dann das Stadtbad diesem Grenzwert in der Größe anzupassen?

© In my humble opinion 13.09.2018 18:28
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