Lesermeinung

Zum Leserbrief „Polemik von ganz unten“ von Stefan Weber:

Nichts scheint das Heer der im Mainstream Mitschwimmenden mehr zu fürchten als eine (mehr oder weniger) selbstständige Meinungsbildung und ein argumentatives Denken und Schreiben. Deshalb neigen die Verfechter des Mainstreams und der sogenannten „political correctness“ oft dazu, auf „Abweichler“ mit präfabrizierten Verdikten aus der Phrasendreschmaschine einzuschlagen und die Nazi- oder Antisemitismuskeule gegen sie zu schwingen. Solche regressiven, im Einzelfall geradezu steinzeitliche Techniken der politischen öffentlichen Auseinandersetzung mit Andersdenkenden bergen allerdings die Gefahr für die „User“ in sich, dass sie weniger den Angegriffenen als vielmehr den Angreifer charakterisieren.

Im vorliegenden Fall lässt sich Herrn Webers Tirade gegen Herrn Sauter mit einiger Berechtigung auf den Angreifer rückbeziehen und als „klischeehafte, billigste Polemik untersten Niveaus“ qualifizieren. Herrn Webers Angriffe gehen allerdings weit über das hinaus, was er dem Angegriffenen vorwirft, lässt er sich doch tatsächlich zu dem Pauschalverdikt hinreißen, die behaupteten „Hetzjagden“ auf Ausländer (in Chemnitz und anderswo) seien „mit ermöglicht durch ein rassistisches Klima in Teilen der Bevölkerung, (der) Politik und (der) Behörden“.

Nähere Erläuterungen, Belege und Begründungen: Fehlanzeige!

© Schwäbische Post 20.09.2018 18:54
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