Leserbeiträge

Fehler im System: Verantwortung der Menschen!

  • Scham und Trauer
  • Schweigen und Schuld
  • Scheiden tut weh


Der Leitartikel von Elisabeth Zoll ( http://www.schwaebische-post.de/politik/fehler-im-system/1709309/ zum Missbrauch in der Kirche mit dem Satz:" Und die Selbstreinigungskräfte der Institution waren nicht in der Lage, diese zu beheben" erinnerte mich an eine Diskussion im Jahre 1977 .

Vor über 40 Jahren zitierte ich den Schlussvers aus "Das Liedchen von der Reue" von Heinrich Heine zu den Fehlern in Systemen:"Herr Ulrich singt ein hübsches Lied, das Liedchen von der Reue, und hat er zu Ende gesungen das Lied, so singt er es wieder aufs neue."

Mein geduldiger Zuhörer war ein außergewöhnlicher Mensch, Priester, Seelsorger und ein begeisterter und begeisternder Lehrer, der keinem Thema auswich. Viele seiner Schüler sind diesem Kirchenmann und Lehrer lebenslang treu geblieben und dieses Bündnis auf Gegenseitigkeit ermöglichte auch die o.a. Diskussion. Der herausragende Prediger, der dem Einzelnen so viel Kraft im Alltag geben konnte, wurde sehr nachdenklich, kannte er doch als Beichtvater nicht nur die fremde, sondern auch die große eigene Not. Macht und Mißbrauch der Macht auch im System der Weltkirche war das abendfüllende Thema. Verbrechen und die Ahndung in seiner Kirche und meinem Arbeitsplatz im Staate (Führungsversagen auf allen Ebenen: Jeder deckte Jeden) führte am Ende zu den sog. Kardinaltugenden, zur Goldenen Regel, zu Kant u.a. Philosophen und damit zur Frage des Ebenbildes Gottes im Guten wie im Bösen. Mein Freund starb 1991 , mir empfahl er wenige Wochen vor seinem Tode, meinen Dienstherrn zu verlassen. Beim Abschied lächelte er zu dem Vers (a.o.a.O):"Und jenes blaue Auge dort, so klar wie stille Welle, das hielt ich für des Himmels Pfort, doch wars die Pforte der Hölle."

© 26.09.2018 13:55
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Kommentare

Frieder Kohler

Aufforderung an die "Sterndeuter" (falls Sie Axel Hacke "Über den Anstand in schwierigen Zeiten  und die Frage, wir wir miteinander umgehen -Verlag Antje Kunstmann-  schon gelesen haben!) von  http://www.schwaebische-po st.de/1709282/

die Überschrift aufzunehmen, dann verstehen Sie besser LLL (lebenslanges Lernen oder nur Langläufer leben länger?)  und können dann mit Ihrer eigenen Angst besser umgehen und lernen, Fragen zu stellen oder z.B. zu schildern, an welchem Trauma Sie leiden!

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 27.09.2018 um 20:42

Aufforderung an die "Sterndeuter" (falls Sie Axel Hacke "Über den Anstand in schwierigen Zeiten  und die Frage, wir wir miteinander umgehen -Verlag Antje Kunstmann-  schon gelesen haben!) von  https://www.schwaebische-po st.de/1709282/

die Überschrift aufzunehmen, dann verstehen Sie besser LLL (lebenslanges Lernen oder nur Langläufer leben länger?)  und können dann mit Ihrer eigenen Angst besser umgehen und lernen, Fragen zu stellen oder z.B. zu schildern, an welchem Trauma Sie leiden!

Ein Erzbischof aus Freiburg (Burger) wird deutlich in https://www.konradsblatt-online.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?t=os0rc0o43cjlfkln4vu9ehobs7&tto=9db2fdd9&&&&m=25180&m=23041&artikel=99548 :

"Verantwortliche müssen Mitschuld prüfen" - gilt für alle "Systeme"...

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 08.10.2018 um 11:05

und leitet heute weiter aus https://www.sueddeutsche.de/panorama/kirche-missbrauch-wilmer-1.4175633 :

"Der seit dem 1. September amtierende Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sagte dem Norddeutschen Rundfunk, im Fall des Jesuitenpaters Peter R. hätte "der damalige Bischof Josef Homeyer mit seiner Bistumsleitung nicht nur versagt, sondern sie haben fürchterliche Dinge zugedeckt, und das ist eine Katastrophe". Pater R. ist einer der Hauptbeschuldigten im Missbrauchsskandal am Berliner Canisiuskolleg; 2003 wurde er ins Bistum Hildesheim versetzt."

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 19.10.2018 um 10:38

und leitet heute weiter aus https://www.sueddeutsche.de/panorama/kirche-missbrauch-wilmer-1.4175633 :

"Der seit dem 1. September amtierende Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sagte dem Norddeutschen Rundfunk, im Fall des Jesuitenpaters Peter R. hätte "der damalige Bischof Josef Homeyer mit seiner Bistumsleitung nicht nur versagt, sondern sie haben fürchterliche Dinge zugedeckt, und das ist eine Katastrophe". Pater R. ist einer der Hauptbeschuldigten im Missbrauchsskandal am Berliner Canisiuskolleg; 2003 wurde er ins Bistum Hildesheim versetzt."

Ist das Wort zum Sonntag eine Antwort https://www.schwaebische-post.de/1714625/ ?

Gelassenheit üben? Dann übt mal schön, Hirten und Lämmer!

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 20.10.2018 um 10:42

SWR3 : Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat Missbrauchsopfern ein persönliches Gespräch angeboten. Betroffene und Angehörige könnten jederzeit einen Termin vereinbaren, sagte der Erzbischof bei der Feier des Patroziniums in St. Gallus in Oberharmersbach. Er wolle Möglichkeiten schaffen, um die Perspektiven der Betroffenen zu hören, und daraus für die Zukunft zu lernen. Zugleich entschuldigte er sich für das Verhalten seiner Vorgänger und der Verantwortlichen in der Bistumsleitung im Umgang mit Missbrauch.

Merke: Diese Vorgänger waren seine Vorgesetzten und Förderer .Am Offizialat, dem Kirchengericht der Erzdiözese Freiburg, war er seit 2002 Ehebandverteidiger (Defensor vinculi), seit 2006 Kirchenanwalt (Promotor iustitiae) und seit 2007 Offizial und Leiter des Kirchengerichts. Er betreute unter anderem das Seligsprechungsverfahren des NS-Opfers Max Josef Metzger. Er war von 2013 bis 2014 Domkapitular - weiter in https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Burger

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 21.10.2018 um 19:29

SWR3 : Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat Missbrauchsopfern ein persönliches Gespräch angeboten. Betroffene und Angehörige könnten jederzeit einen Termin vereinbaren, sagte der Erzbischof bei der Feier des Patroziniums in St. Gallus in Oberharmersbach. Er wolle Möglichkeiten schaffen, um die Perspektiven der Betroffenen zu hören, und daraus für die Zukunft zu lernen. Zugleich entschuldigte er sich für das Verhalten seiner Vorgänger und der Verantwortlichen in der Bistumsleitung im Umgang mit Missbrauch.

Merke: Diese Vorgänger waren seine Vorgesetzten und Förderer .Am Offizialat, dem Kirchengericht der Erzdiözese Freiburg, war er seit 2002 Ehebandverteidiger (Defensor vinculi), seit 2006 Kirchenanwalt (Promotor iustitiae) und seit 2007 Offizial und Leiter des Kirchengerichts. Er betreute unter anderem das Seligsprechungsverfahren des NS-Opfers Max Josef Metzger. Er war von 2013 bis 2014 Domkapitular - weiter in https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Burger

Wer muss noch (nach-)sitzen, wer kennt die Archive? Hier steigt der Blutdruck nicht mehr, diese Aussagen kommen viel zu spät:  https://www.schwaebische-post.de/suedwest/missbrauch-erzbischof-kritisiert-zollitsch/1723155/ !

Frieder Kohler

https://www.schwaebische-post.de/politik/ende-des-verdraengens/1723928/

"Bei ihrer Synode will sich die EKD dem Thema stellen. Ein Sechs-Punkte-Plan aller Landeskirchen soll besprochen werden. Er sieht unter anderem vor, Daten deutschlandweit zu erheben, eine zentrale externe Anlaufstelle für Missbrauchsopfer zu schaffen und einen Rat aus fünf Personen als Verantwortliche für das Thema zu benennen"---. Merke: „Kein kausaler Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch“ ? 

Zur "Verantwortung der handelnden Menschen (Tun und UNTERLASSEN) :

https://www.schwaebische-post.de/suedwest/warten-auf-zollitsch/1723967/ ein Schritt in die richtige Richtung!

Frieder Kohler

Robert Zollitsch zu den Missbrauchsfällen: "Wir waren alle beteiligt" - wer ist wir?

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/robert-zollitsch-zu-den-missbrauchsfaellen-wir-waren-alle-beteiligt--160193931.html  : Vor 40 Jahren schon galt der Spruch:"Freilich nützt es der Herde wenig, wenn der (Ober-)Hirte ein Schaft ist!" Wenn die Böcke zu Gärtnern werden, ist das Paradies gefährdet und deshalb ist der Stall auszumisten: Recht und Gesetz gelten auch im Bereich der Kirchen, die ehemaligen Gehilfen/Begünstiger der Täter können durch Verjährung in der Klause ihre Pension genießen - und auf die Barmherzigkeit und Gnade ihres Gottes hoffen! Ihre Opfer benötigen Hilfe - und keine faulen Ausreden von sog. Würdenträgern!

Frieder Kohler

Frieder Kohler schrieb am 20.11.2018 um 11:42

Robert Zollitsch zu den Missbrauchsfällen: "Wir waren alle beteiligt" - wer ist wir?

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/robert-zollitsch-zu-den-missbrauchsfaellen-wir-waren-alle-beteiligt--160193931.html  : Vor 40 Jahren schon galt der Spruch:"Freilich nützt es der Herde wenig, wenn der (Ober-)Hirte ein Schaft ist!" Wenn die Böcke zu Gärtnern werden, ist das Paradies gefährdet und deshalb ist der Stall auszumisten: Recht und Gesetz gelten auch im Bereich der Kirchen, die ehemaligen Gehilfen/Begünstiger der Täter können durch Verjährung in der Klause ihre Pension genießen - und auf die Barmherzigkeit und Gnade ihres Gottes hoffen! Ihre Opfer benötigen Hilfe - und keine faulen Ausreden von sog. Würdenträgern!

Dazu heute in der SchwäPo ( https://www.schwaebische-post.de/1727532/ )

"Aus heutiger Sicht" ? Solche Bemerkungen zeigen die Wirkung von zuviel Weihrauch im Hirn und schlagen dem Fass die Krone ins Gesicht... 2000 Leser*innen der SchwäPo haben über die Verantwortung der Menschen im System "Kirche" gelesen ( https://www.schwaebische-post.de/1709426/ ) und können meine Kommentare über die "Fürsten" von Gottes Gnaden in Staat und Kirche nochmals lesen, um den (Beicht-) Stuhl des Untertanen in den Museen abzugeben!

Frieder Kohler

Info-Stand wurde geöffnet durch https://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-missbrauch-hildesheim-1.4253261 :

"Mit drastischen Worten hat der neue Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer die katholische Kirche zu einer konsequenteren Aufarbeitung ihres Missbrauchskandals aufgefordert. "Wir nehmen das Problem von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in der Kirche immer noch nicht ernst genug", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Es gebe "Strukturen des Bösen". Der Missbrauch von Macht stecke "in der DNA der Kirche".

Wie sehr sich Kirche und Staat ähneln (gleichkommen, sich entsprechen, korrespondieren, sich decken, zusammenstimmen, zusammenfallen,) können Sie auch dem Archiv der SchwäPo entnehmen (auch Suchmaschinen bringen in Sekunden Parteien-Skandale in schwindelerregender Zahl.

Herausragende "Säulenheilige" bekommen keine Vorstrafen in ihr Strafregister auf Erden, sondern (Staats-) Begräbnisse im oder neben dem Dom, in der Familiengruft mit Glockengekäut und Begleitung der sog. Würdenträger! Ihr gelobtes Vorbild im Katechismus wurde im Stall oder einer Höhle geboren, reinigte den Tempel, Ritt auf einem Esel, wurde der Prediger der Nächstenliebe, wurde für sein Aufbegehren gekreuzigt und - alles weitere steht in der Bibel, auf die in vielen Teilen der Welt geschworen wird: "so wahr mir Gott helfe!"

Merke: "Vom Himmel hoch, da komm ich her"...ich bring' euch gute neue Mär...

Frieder Kohler

der schwierige Weg zur Wahrheitsfindung: https://www.schwaebische-post.de/1737728/ 

erinnert an die Aufarbeitung/Entnazifizierung von Hitlers Helfern (sebst der BGH leistete Hilfestellung), die als "trübe Wässerchen" Adenauers Aufbauhelfer der Republik werden konnten. "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein", so der damalige Landesvater Filbinger. "Muff von tausend Jahren" - auch bei einzelnen Kirchenfürsten!?

Frieder Kohler

Eine Frau kämpft um Aufklärung - der Super-Gau https://www.br.de/mediathek/video/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-eine-frau-kaempft-um-aufklaerung-av:5c5af92b42b54f00183b451f - und über 3000 Leser*innen werden weiter ihr Gelübde einhalten: SCHWEIGEN?

BR Fernsehen

06.02.2019, 22:00 Uhr
44 Min.

Online bis 06.02.2020 Warum?

Missbrauch von Nonnen und Angehörigen geistlicher Gemeinschaften durch Priester - eine weitere Dimension des Missbrauchskandals der Kirche. Dokumentiert von BR-Kameras gibt es eine Aussprache zwischen einer missbrauchten Ordensfrau und einem hochrangigen Kardinal.

Tausende Berichte über den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen haben die katholische Kirche aufgeschreckt. Ende Februar 2019 lädt Papst Franziskus zu einer Missbrauchskonferenz nach Rom. Auf höchster Ebene will die Kirche über Wege aus der Krise sprechen.

Währenddessen muss sie sich mit einer weiteren, erschreckenden und bislang völlig unberücksichtigt gebliebenen Dimension dieses nicht enden wollenden Skandals auseinandersetzen: den Missbrauch von Nonnen und Angehörigen geistlicher Gemeinschaften durch Priester.

Frieder Kohler

https://www.schwaebische-post.de/politik/die-opfer-klagen-an/1756407/
Die (weltweite) Aufklärung führt zu vielen Fragen und bei manchen Antworten bleibt den systemfremden Betrachtern die "Spucke" weg. Im Bereich der SchwäPo sind bei "Schadensereignissen" (Verkehrsunfälle, Brände, Hubschraubereinsätze der Polizei, Spiele des VfR Aalen) im Durchschnitt ca. 20000 "Klicks" (meistgelesene Artikel!) festzustellen - beim SUPERGAU für die Weltkirche wird ein stilles Gebet für... in den Himmel geschickt!?

Frieder Kohler

"In Sachen Missbrauch habe die Kirche „Hochrisikostrukturen“, sagte Dreßing. Priester stünden nicht unter Generalverdacht, aber die katholische Kirche sei ein strukturelles, nicht erschütterbares System, das die Gruppe von Hochrisikopersonen anziehe. Ein Institut zur Prävention und Aufklärung, wie es das Erzbistum Köln installiere, müsse wirklich unabhängig arbeiten, forderte Dreßing. Er verwies auf die evangelische Kirche, die eine völlig unabhängige Beratungsstelle beauftragt hat" - so ist heute zu lesen in

https://www.schwaebische-post.de/suedwest/kirche-steht-erst-am-anfang/1797835/ : bitte LESEN!