Lesermeinung

Zum Artikel „Wo bleibt der Kreisverkehr?“, SchwäPo, 26. September:

Die in dieser Zeitung gestellte Frage „Wo bleibt der Kreisverkehr?“ möchte ich mit der Gegenfrage beantworten: „Wozu der Kreisverkehr?“. Gemeint ist die sogenannte AOK-Kreuzung in Ellwangen. Zwar handelt es sich hier um eine komplexe Verkehrssituation mit vier einmündenden Straßen, drei Fußgängerüberwegen, zwei Bushaltestellen sowie den Zu- und Abfahrten zur Parkpalette und zur Freigasse. Jedoch wird diese Situation durch die vorhandene Verkehrsführung und die Ampelanlage nach meiner Erfahrung gut und verlässlich für alle Verkehrsteilnehmer geregelt. Für wirkliche Staus oder gar als Unfallschwerpunkt scheint die Kreuzung bisher nicht bekannt zu sein. Wer in Ellwangen einen Stau erleben will, wird hier viel eher in der Haller Straße fündig. Und selbst, wenn der Verkehr durch einen Kreisverkehr ein wenig flüssiger werden sollte, so würde er ein paar Meter weiter doch wieder von den Ampeln am Tunneleingang oder auf der anderen Seite durch die Linksabbieger zum Sebastiansgraben gebremst werden. Mir scheint, als würde hier eine Lösung präsentiert für ein Problem, das es gar nicht gibt. Das Geld für einen Kreisverkehr an dieser Stelle sollte man aufgrund der prekären Haushaltslage entweder ganz einsparen oder für sinnvollere Verkehrsprojekte wie Fahrradwege und Elektro-Mobilität einsetzen.

© Schwäbische Post 30.09.2018 21:22
409 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy