Machen Sie Ihren Garten bereit für den Winter!

Im Herbst stellt sich nicht nur die Natur langsam auf die kalte Jahreszeit ein - auch Gartenbesitzer sollten ihr Grundstück vorbereiten. Wer im Herbst sorgfältig vorgeht, der hat auch im nächsten Frühjahr wieder viel Spaß an seinem Garten. Mit diesen Tipps können Sie ganz entspannt in Richtung Winter starten und sich vor dem flackernden Kamin bereits auf einen grünen Frühling freuen.

Rasen ein letztes Mal pflegen

Der Rasen ist der Grundstein dafür, dass ein Garten gepflegt aussieht. Aus diesem Grund sollten Sie dem Boden das ganze Jahr über die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die er braucht, um prächtig zu gedeihen. Damit Sie zu jeder Jahreszeit wissen, was konkret zu tun ist, bietet sich ein Gartenkalendar als effektive Gedächtnisstütze an. Theoretisch genügt es, wenn der Rasen gegen Ende des Herbstes von allen Blättern befreit wird. Anschließend sollten Sie ihn ganz kurz mähen. Durch diese Vorgehensweise stellen Sie sicher, dass die empfindlichen Halme und Wurzeln unter Eis und Schnee keinen Schaden nehmen. Außerdem hilft es dem Rasen ungemein, wenn er bei sehr nassem Herbst- und Winterwetter so wenig wie möglich betreten wird. Durch die Feuchtigkeit ist er nämlich besonders empfindlich.

Blumen winterfest machen

Sofern sich in Ihrem Garten Pflanzen befinden, welche aus exotischen Herkunftsländern kommen, so sollten diese bereits am Anfang des Herbstes nach drinnen gebracht werden. Hier bietet sich zum Beispiel ein Platz im Hausflur oder in einem beheizten Kellerraum an. Die Pflanzen, welche ganzjährig draußen bleiben können, sollten ebenfalls adäquat vorbereitet werden. Decken Sie die Wurzeln der Gewächse am besten mit losem Reisig ab - so werden sie sicher gegen Frost geschützt. Kübelpflanzen, die ausdrücklich als winterhart gelten, dürfen das ganze Jahr über draußen bleiben. Allerdings kann es sinnvoll sein, die Pflanzen mit einem Strick oder einem schweren Stein zu fixieren. Gerade im Herbst und Winter kann der starke Wind die Pflanzen sonst umreißen.

Der letzte Heckenschnitt des Jahres

Gehen Sie beim Stutzen Ihrer Hecken möglichst behutsam vor. Gerade im Herbst verstecken sich viele Tiere in dem Grün - ungefähr ab Anfang Oktober ist die Nistzeit dann vorüber und Sie können großzügig Ihre Hecken kürzen. Sträucher und einzeln wachsende Büsche dürfen Sie gut und gerne auf die Hälfte bis zu zwei Drittel ihrer ursprünglichen Größe stutzen. Nach dem Kürzen müssen die Gewächse unten unbedingt breite sein als oben, weil sonst die Gefahr besteht, dass die untenliegenden Äste nicht genügend Sonne abbekommen. Mehrjährige Stauden sollten erst dann beschnitten werden, wenn sich Blätter sichtbar gelb oder gar braun verfärben. Schneiden Sie hier ruhig alles ab, was eine Hand breit über dem Wurzelansatz wächst. Lose Blätter und Äste müssen entfernt werden, weil diese sonst modern würden.

Auch die Bäume müssen geschnitten werden

Wenn Sie Bäume in Ihrem Garten haben, dann sollten diese gegen Mitte des Herbstes ebenfalls geschnitten werden. Der Schnitt hilft ihnen dabei, über den Winter neue Kraft zu tanken und im Frühling umso schöner auszutreiben. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall wahllos vorgehen, sondern die Äste und Zweige gezielt ausdünnen. Im ersten Schritt werden alle Zweige entfernt, die sichtbar abgestorben sind. Anschließend schneiden Sie alle kranken Pflanzenteile ab. Diese erkennen Sie an einer Verfärbung oder an Fraßstellen. Im nächsten Schritt werden die Äste gekürzt, welche übereinander ragen und sich entsprechend das Licht rauben. Ganz zum Schluss können noch Teile entfernt werden, welche Sie optisch stören oder zu weit auf ein fremdes Grundstück ragen. Schneiden Sie diese Äste so nah wie möglich am Trieb ab.

Bildquelle: user:guvo59

© Schwäbische Post 22.10.2018 11:14
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