Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Aalener Freundeskreises 60 plus im Stadt-Seniorenrat

Termine und Hinweise an alle Mitmacherinnen und Mitmacher, Freunde und Interessenten des Aalener Freundeskreises 60 plus


Stand 12. November 2018

Motto: „Gemeinsam ist es einfach schöner“

1. Termine Kaffeetreff 2018
 4. Dezember um 14:30 Uhr in der Begegnungsstätte

2. Wo wir waren:
2.1 Am Samstag, den 13. Oktober besuchten wir die Ausstellung „Das Treffen (Malerei & Skulptur)“ mit Exponaten von GEERT JAN JANSEN & MAX E. SEIZ in der Villa Seiz in Schwäbisch Gmünd.

3. Was wir vereinbart haben:
3.1 Am Samstag, den 24. November mit der DB nach München in die Alte Pinakothek.
Wie gewohnt, fahren wir mit einem günstigen Schönes-Wochenende-Ticket.
Gemeldet haben sich 8 Teilnehmer. Bleibt es dabei, beträgt der Fahrpreis 15,50 €.
Gerne können auch Personen mitkommen, die selbst etwas unternehmen wollen.
Aalen Hbf. ab 07:35 h Gleis 1 Zeit
2:47 Kein
Umsteigen RB 57211
RE 57211  
München Hbf. an 10:22 h Gleis 14

München Hbf. ab 17:35 h Gleis 16 Zeit
2:51 Kein
Umsteigen RE 57232
RB 57232  
Aalen Hbf. an 20:26 h Gleis 1

Die Alte Pinakothek gehört zu den bedeutendsten Museen der Welt. Nach mehrjähriger Renovierung sind jetzt wieder alle Räume geöffnet. Sie präsentiert Meisterwerke europäischer Malerei vom Mittelalter über die Renaissance und das Barock bis zum Rokoko. Neben der altdeutschen Malerei mit Hauptwerken von Altdorfer, Dürer und Grünewald und den kostbaren Tafeln der altniederländischen Malerei, unter denen der »Columba-Altar« Van der Weydens heraussticht, ist die italienische Malkunst mit Leonardo, Raphael, Botticelli, Tizian und Tiepolo glanzvoll vertreten.
Das Herzstück der Pinakothek bildet die Rubens-Sammlung, die sich um das monumentale „Große Jüngste Gericht“ des flämischen Malerfürsten gruppiert. Elf Werke seines Zeitgenossen Rembrandt bilden den Kern der umfassenden Sammlung holländischer Gemälde des 17. Jahrhunderts. Meisterwerke der französischen (Poussin, Lorrain) und spanischen Malerei (Velazquez, Murillo) runden den nahezu vollständigen Überblick über die europäische Malkunst vom 14. bis 18. Jahrhundert ab.

Sonderausstellung bis 27.01.2019

Die Alte Pinakothek in München präsentiert sich mit der ersten großen Ausstellung nach der Generalsanierung. Für die Schau "Florenz und seine Maler - Von Giotto bis Leonardo da Vinci" wurden zwei wertvolle Leihgaben aus den Uffizien in Florenz aufgehängt. Es handelt sich um die berühmte "Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige" des Renaissance-Malers Sandro Botticelli und das "Bildnis einer Frau im Profil" von Piero Pollaiuolo. Das große, auf Holz gemalte Botticelli-Werk ist einer der Höhepunkte.
Mit rund 120 Meister¬werken des 15. Jahrhunderts widmet sich die Ausstellung den bahnbrechenden Neuerungen der Kunst am Geburtsort der Renaissance und präsentiert das Schaffen der herausragenden Maler und ihrer Werkstätten. Hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen eröffnen facettenreiche Einblicke in die Ideen¬welt und Arbeitsweise der Künstler. Innovativ setzten sich die Maler im Florenz der Medici mit Themen, Formen und Techniken auseinander. Mit neuem Selbst¬bewusstsein erforschten sie die Wirklichkeit und suchten nach den Gesetzen von Harmonie und Schönheit, sie zeichneten nach der Natur und studierten die Werke der Antike. So gewannen sie nicht nur für profane Bilderzählungen und Porträts, sondern auch für die Bilder der privaten und kirchlichen Andacht eine nie dagewesene Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten.
Bilder:
- Piero Pollaiuolo, Bildnis einer Frau im Profil, um 1475/80, Florenz, Galleria degli Uffizi
- Sandro Botticelli, Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige, um 1475, Florenz, Gallerie degli Uffizi
Und zur Pause geht es ins CAFE KLENZE in der Alten Pinakothek

Leo von Klenze war der Architekt und somit Namensgeber eines der schönsten Museumscafes in Deutschland, dem Cafe Klenze. Wenn man aus dem schön angelegten Park durch das sogenannte Klenze Portal eintritt, geht links eine breite Marmortreppe hinauf ins Cafe. Der erste Blick fällt auf eine lange Bar und eine wunderbar mit englischem Kuchen gefüllte Vitrine, die typischen englischen Scones ganz vorne. An den Wandtafeln werden Suppen, Salate, eine kleine, feine Auswahl an warmen Gerichten, Sandwichs und das wechselnde Businessmenü angekündigt, wel-ches täglich frisch zubereitet wird.
Mit der Buslinie 58 oder 100 vom Hauptbahnhof Nord Richtung City-Ring

3.2 Am Dienstag, den 11. Dezember fährt OVA nach Augsburg zum
Christkindlesmarkt
Wir hatten vorgesehen, evtl. am Donnerstag, den 6.12. mit der DB nach Augsburg zu fahren, um die Synagoge und das Jüdische Kulturmuseum aufzusuchen, die bekanntlich am Samstag geschlossen sind. Das Gruppen-Sparpreis-Ticket der DB hätte 25,-- € gekostet, so viel, wie wir auch bei OVA zahlen. Und gewinnen hier etwa eine Stunde durch die kürzere Fahrzeit mit dem Bus.
Deshalb schlage ich vor, am 11.12. nach Augsburg zu fahren.
Wer damit einverstanden ist, bitte ich, sich frühzeitig zu melden, damit ich unsere Gruppe bei OVA anmelden kann.
Auf dem Rathausplatz entlang der Philippine-Welser-Straße, in der Maximilianstraße und vor der Moritzkirche reihen sich die Buden eines der ältesten Weihnachts-märkte Deutschlands. Jedes Jahr locken etwa 150 Buden mit handwerklichem Kunstgewerbe, himmlischen Gaumenfreuden und heißem Glühwein auf den weihnachtlich geschmückten Markt vor dem weltberühmten Renaissance-Rathaus. Lassen Sie sich verzaubern.
Ab Aalen 10:00 Uhr - An Aalen ca. 20:00 Uhr Fahrpreis pro Person € 25,-
Ankunft gegen 11:45 Uhr in Augsburg; Abfahrt ca. 18:15 Uhr
Mein Vorschlag für unser Programm:
1. Synagoge in Augsburg
Sie wurde in der Reichspogromnacht zerstört. Zwischen 1974 und 1985 wurden die Schäden der Pogromnacht beseitigt und der Kultraum wieder hergestellt und eingeweiht. Seitdem beherbergt der Bau zudem in seinem Westtrakt das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, das 1985 als erstes selbstständiges jüdisches Museum in Deutschland nach dem Krieg gegründet wurde. Die Synagoge wird von einer 29 Meter hohen Kuppel überragt, die mit orientalisch anmutenden Ornamenten geschmückt ist.
Das Jüdische Kulturmuseum wurde 1985– damals das älteste jüdische Museum in Bayern und das erste selbständige jüdische Museum in der Bundesrepublik – eröffnet. Untergebracht ist das Museum im Westtrakt der 1914–1917 errichteten Synagoge, die nach den Verwüstungen der NS-Zeit und nach langen Renovierungs-arbeiten 1985 wieder eingeweiht wurde. Seitdem ist die Synagoge erneut das Zentrum einer lebendigen und seit 1995 wachsenden Kulturgemeinde. Den Schwer-punkt der Sammlung bilden Ritual- und Kultgegenstände für Synagoge und häusliche Feiern aus dem 17. – 20. Jh. Leihgaben des Bayerischen Nationalmuseums München und privater Sammler ergänzen sie. Die meisten Silberarbeiten stammen aus zer-störten jüdischen Gemeinden Schwabens. Sie wurden von bekannten Augsburger Goldschmieden gefertigt und zeigen erstaunliche Verflechtungen zwischen jüdischer und christlicher Kultur.
2. Bewegte Zeiten, bewegte Bilder und bewegende Geschichten
Im Museum Lutherstiege erleben Besucher einen Überblick über wesentliche Ereignisse und Entwicklungen der Reformationsgeschichte, in der Augsburg bis heute eine wichtige Rolle spielt. Die Stationen spannen den Bogen von der Renaissance bis in die Gegenwart. Beim Rundgang durch die historischen Räume erschließen sich viele thematische Großkapitel der Reformation – hautnah und in moderner medialer Inszenierung.
Und für den Besuch des Christkindlesmarkt bleibt noch ausreichend Zeit.


4. Vorschläge, die realisiert werden könnten

4.1 „Ekstase“ im Kunstmuseum Stuttgart, Ausstellung bis zum 24. Februar 2019

Ekstase ist eines der ältesten und zugleich erstaunlichsten Phänomene europäischer wie außereuropäischer Kulturen. Ursprünglich im rituell-religiösen Kontext geprägt, wurde die ekstatische Grenzerfahrung begrifflich erstmals in der Antike erfasst. Seither ist sie ein fester Bestandteil westlicher Gesellschaftstheorien. Dabei veränderte und erweiterte sich die Definition und Bewertung kontinuierlich. Während die Ekstase gerade in indigenen Kulturräumen vornehmlich positiv konnotiert ist und im Rahmen ritueller Handlungen gelebt wird, wurde und wird sie in den von Industrialisierung, Kapitalismus und Globalisierung dominierten Gesellschaften heute oft als etwas Bedrohliches wahrgenommen. Ekstase bedeutet hier Kontrollverlust und birgt die Gefahr eines aus der Norm fallenden Individuums oder gar Kollektivs. Ausnahmen bilden Grenzerfahrungen in religiösen Kontexten oder aber profane Ekstasen, wie sie bei sportlichen Ereignissen, Konzerten oder politisch motivierten Veranstaltungen zu beobachten sind. In ihrer kulturellen Bedeutung und Vielschichtigkeit nahm die Ekstase auch Einzug in die Bildenden Künste und geht dabei außergewöhnliche Verbindungen mit den benachbarten Disziplinen Musik und Tanz ein.

Das Kunstmuseum Stuttgart spürt diesen und weiteren Beziehungen nach und widmet sich in einer großen Themenausstellung erstmals dem Phänomen der Ekstase. Anhand paradigmatischer Beispiele von der Antike bis in die Gegenwart beleuchtet die Aus-stellung die unterschiedlichen spirituellen, politischen, psychologischen, sozialen, sexuellen und ästhetischen Implikationen von Euphorie- und Rauschzuständen zwischen Askese und Exzess.
Der SWR hat am 30.09.2018 in den Tagesthemen um 23:15 h über die Ekstase-Ausstellung berichtet.
Der entrückte Rausch ist aus der Kunstgeschichte nicht wegzudenken. Eine neue Ausstellung soll sich dem Phänomen nun erneut nähern. Was steckt hinter der ungehaltenen Verzückung?
Von Jenni Rieger und Nikolai Vialkowitsch, SWR
Wer sich näher informieren möchte, kann sich in der Mediathek das Video ansehen.

4.2 Nach Baden-Baden ins Museum Frieder Burda zur Ausstellung „Die Brücke
Die Ausstellung ist vom 17. November 2018 bis 24. März 2019 zu besichtigen.

Die farbenfrohen Werke des deutschen Expressionismus sind ein wichtiger Schwer-punkt der Sammlung Frieder Burda. Daher wird nach der Ausstellung zum „Blauen Reiter“ im Jahr 2009 nun auch der zweiten einflussreichen Künstler-vereinigung des Expressionismus in Baden-Baden eine Schau gewidmet. Mit rund 120 Werken, darunter 50 hochkarätige Gemälde, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch zur Moderne. Die Stilrichtung, die sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auflehnte, wurde schon bald Expressionismus genannt. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein neues Lebensgefühl.
In Form und Farbe dominierte der reine Ausdruck, Kräfte der Seele und des Geistes kommen zum Vorschein. Was entsteht ist nicht ein Abbild der Dinge, sondern Zei-chen einer inneren Vorstellung. Die sichtbare Wirklichkeit wird umgeformt und auf das Wesentliche reduziert. Auch die Farbe durchläuft einen Abstrahierungs-prozess. Sie wird wild und großflächig eingesetzt, löst sich von der naturgegebenen Färbung des Gegenstands und wird selbständig. Der „Brücke“-Expressionismus beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Malerei - Zeichnung, Aquarell und Druckgraphik wurden ebenso entscheidend bei der Entwicklung des neuen Stils.
Die Ausstellung ist konzentriert auf die Jahre von der Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der Auflösung der Gruppe und der Beendigung der Phase des Klassischen Expressionismus durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach über zehn Jahren ist sie die erste umfassende Schau zur Brücke. Das Museum Frieder Burda -Baden zeigt neben vielen Leihgaben aus dem Brücke-Museum Berlin auch Werke der eigenen Sammlung sowie weiterer deutscher und internationaler Museen. Hervorzuheben sind auch die Leihgaben aus Privatbesitz, von denen einige seit etlichen Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Kuratorin ist die langjährige Direktorin des Brücke-Museums Berlin, Magdalena M. Moeller, deren Spezialgebiet die Kunst der Klassi-schen Moderne sowie insbesondere die Kunst des deutschen Expressionismus ist.
Bild:
- Ernst Ludwig Kirchner, Liegender blauer Akt mit Strohhut, 1909, Öl auf Karton, 68 x 72 cm, Privatsammlung

4.3 Nach München in das Bayerische Nationalmuseum, das man nur empfehlen kann!!
Europäische Kunst und Kultur aus zwei Jahrtausenden.
Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen europäischen Museen, die sowohl der Bildenden Kunst als auch der Kulturgeschichte gewidmet sind. Den Kern der Sammlungen bildet der königliche Kunstbesitz der Wittelsbacher, doch die viel-seitigen Bestände greifen weit über die Grenzen Bayerns hinaus. In einem Rundgang durch stilistisch auf die Sammlungsobjekte bezogene Ausstellungsräume werden die verschiedenen kulturgeschichtlichen Epochen von der Spätantike über das Mittel-alter, die Renaissance, den Barock und das 19. Jahrhundert bis zum Jugendstil lebendig. Ausgewählte Fachabteilungen wie die Sammlungen der Porzellane, Elfenbeine, Musikinstrumente, Möbel, Textilien, Goldschmiedekunst und Waffen vermitteln ein anschauliches Bild europäischer Kunst und Geschichte


4.4 (Wieder-)Entdecken - Die Kunsthalle Mannheim 1933 bis 1945 und die Folgen
Ausstellung bis 1. Januar 2020
Die Dauerausstellung veranschaulicht die Auswirkungen, die die Zeit des Nationalsozialismus bis heute auf die Kunsthalle Mannheim, ihre Sammlung sowie auf die mit dem Museum verbundenen Menschen hat. Ein Fokus liegt auf dem dauerhaften Verlust von über 500 Werken, den das Museum 1937 im Zuge der Beschlagnahmungen „entarteter Kunst“ erlitten hat. Deutlich wird aber auch, dass die Kunsthalle Mannheim nicht ausschließlich als Opfer zu begreifen ist. In der Ausstellung wird mit den „Kulturbolschewistischen Bildern“ gleichzeitig auch der Blick auf jene 1933 von der Kunsthalle Mannheim durchgeführte Propaganda-Ausstellung gelenkt, die am Anfang der nationalsozialistischen Hetzkampagnen gegen die moderne Avantgarde steht.

Wie unmittelbar und brutal der Nationalsozialismus in das Leben vieler eingriff, die
mit der Kunsthalle Mannheim verbunden waren, zeigt ein zweiter Themenbereich. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswege von fünf jüdischen Familien aus Mannheim. Sie alle trugen als Stifter zum Auf- und Ausbau der Mannheimer Sammlung bei und blieben dem Museum – trotz Flucht und Vertreibung – auch nach 1945 verbunden.

Mit den bisherigen Ergebnissen der Provenienzforschung an der Kunsthalle Mannheim werden abschließend die Anstrengungen thematisiert, die das Museum aktuell unternimmt, um von den Nationalsozialisten begangenes Unrecht aufzudecken und möglichst wieder gut zu machen. Der Besucher hat hier die Möglichkeit, die komplizierte Suche nach sogenannter NS-Raubkunst in der Mannheimer Sammlung nachzuvollziehen. Die Provenienz-Forschungsstelle wird gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.


4.5 Nach Ellwangen in das Alamannen-Museum zur Sonderausstellung:
„Verehrt, verwendet, vergessen – Alamannen im Spannungsfeld von Politik
und Zeitgeschichte“ bis 28. April 2019

Die vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg konzipierte Ausstellung beleuchtet den Alamannenbegriff im Wandel der Zeiten.

Immer wieder wird von Besuchern gefragt, warum die Alamannen in den einschlägigen Fachmuseen mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben werden. Dies veranlasste das Alamannen-Museum Vörstetten zu der Idee, eine Ausstellung zum Alamannenbegriff zu konzipieren. Dieser taucht erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete germanische Stämme, welche sich in dem von den Römern nach dem Fall des Limes verlassenen, rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel und führte zu falschen und irreführenden Verwendungen mit teilweise fatalen Auswirkungen.

Während des frühen Mittelalters wurde das Siedlungsgebiet der "Alamanni" als Herzogtum in das Frankenreich der Merowinger eingegliedert und die römische Wortschöpfung zum herrschaftlichen Raumbegriff umgewandelt, der in den nach-folgenden Perioden vor allem in der historischen Forschung mit "e" geschrieben wurde. Im 19. Jahrhundert erfolgte unter anderem durch Johann Peter Hebel und seine "Allemannischen Gedichte" eine neue Verwendung des Begriffes als Volks- und Stammesbezeichnung. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der Frage, woher dieses "Volk" kam. Eine Umdeutung ins "Völkische" erfolgte durch die Nationalsozialisten und fand seinen missbräuchlichen Höhepunkt in der NS-Rassenideologie. In diesem Zusammenhang richtet die Ausstellung auch den Blick auf die "Alemannen-forschung" in der Universitätsstadt Freiburg sowie das dort herausgegebene NS-Hetzblatt "Der Alemanne".

Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach – bis hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les allemands" in der französischen Sprache und in einer Reihe von anderen Ländern. Seine Bedeutung und Verwendung ist aber auch durch eine Polarität gekennzeichnet, die einerseits durch Einrichtungen wie das "Alemannische Institut" und die "Muettersproch-Gsellschaft" und andererseits vom Missbrauch durch die Geschichtsdarstellung moderner rechter Ideologen bestimmt wird.

Bei den Alamannen, denen die Museen in Ellwangen und Vörstetten gewidmet sind, handelt es sich letztlich um eine archäologisch nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart, während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach- und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.
Und zum Schluss noch ein Wandervorschlag, falls das Wetter mitmacht:
Von der Waldsiedlung Königsbronn zur Ausflugsgaststätte Heiderose bei Steinheim.
Wanderweg meist im Wald ohne große Steigungen, hin und zurück ca. 8 km. Die
Heiderose ist von Freitag ab 14:00 h bis einschl. Montag geöffnet; Samstag und
Sonntag bereits ab 10:00 h.

Geschlossen bis Freitag, 23. November.
Seit Jahrzehnten ist die Heiderose „die“ Institution auf der Schäfhalde. Sie liegt direkt auf dem 21 km langen Meteorkrater-Wanderweg rund um das Steinheimer Becken. Wanderer, Biker, Ausflügler und Naturliebhaber schätzen dieses Juwel inmitten einer friedlichen und unberührten Natur.
Freundlich, gutgelaunt und herzlich ist das Motto der Wirtsleute. Es ist ihnen eine Freude, den Gästen genussvolle Stunden fern vom Alltag zu bereiten.

Mit herzlichen Grüßen bis zum nächsten Kaffeetreff.
F. Heigl


Hinweis auf die neue Webseite des Freundeskreises. Sie ist zu finden unter: www.https://freundeskreis-senioren-aalen.de
Zu erreichen auch über die Verlinkung auf der Homepage des Stadtseniorenrates Aalen: www.ssr-aalen.de
Auf ihr oben in der Leiste „Projekte“ anklicken, dann auf der nächsten Seite oben links auf den Button: „Aalener Freundeskreis 60 plus“ drücken, ganz unten heißt es dann auf der Buttonleiste: Eigener Internetauftritt des „freundeskreis-senioren-aalen.de“

 

© Stadt-Seniorenrat Aalen 18.11.2018 18:37
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