Lesermeinung

Zur Diskussion um Diesel-Fahrverbote:

Der Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselfahrzeugen ist gegenwärtig der große Hype in der politischen Debatte. Es drohen Dieselfahrverbote. Aber kaum jemand dürfte wissen, dass diese auf irrwitzigen Grenzwertvorgaben der EU beruhen: 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am Arbeitsplatz liegt der Grenzwert bei 950 Mikrogramm. In der Schweiz sogar bei 6000 Mikrogramm. Und Raucher kommen täglich im Schnitt auf über 100 000 Mikrogramm.

Führende Lungenfachärzte wie Professor Harald Schäfer und Professor Dieter Köhler, beide langjährige Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, sagen übereinstimmend, dass die geringen Dosen auch bei Überschreitungen ungefährlich seien. Hinzu kommt, dass das Gutachten, auf das sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei ihrer Vorgabe bezieht, absolut unwissenschaftlich ist, weil es auf einem Stadt-Land-Vergleich der Sterberaten beruht. Hundert andere Gründe können dafür verantwortlich sein, dass Städter etwas weniger lange leben, sagte Professor Schäfer in einem Interview. Offenbar soll die weltweit führende deutsche Dieseltechnologie von interessierter Seite diskreditiert werden, obwohl sie uns 20 Prozent der klimaschädlichen C02-Emissionen erspart.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, nicht entschuldbar, dass die Dieselhersteller, nicht nur in Deutschland, sich in unzulässige Tricksereien flüchteten und teure Umrüstungen ablehnen. Die unsinnigen Grenzwerte gehören auf den Prüfstand, nicht unsere Diesel der Euro-Norm 5 und 6. In Brüssel macht der Satz die Runde: Die Deutschen machen, die anderen lachen. Das ist leider mal wieder reichlich Wasser auf die Mühlen der Gegner der EU, der linken wie der rechten.

© Schwäbische Post 02.12.2018 11:52
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Kommentare

derleguan

Ja, ja, alles Fake News - nicht nur Donald Trump weiß was das ist. Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie legen sich ein paar Diesel Abgasrohre in ihr Wohn- und Schlafzimmer. Wenn Sie nach 3 Wochen den gleichen Artikel wie den oben stehenden veröffentlichen, nehme ich ihnen die Ungefährlichkeit für die Atemwege durch Dieselabgase ab.

In my humble opinion

>Am Arbeitsplatz liegt der Grenzwert bei 950 Mikrogramm. In der Schweiz sogar bei 6000 Mikrogramm. Und Raucher kommen täglich im Schnitt auf über 100 000 Mikrogramm.<

Wir können diskutieren, unter welchen Umständen der Wert von 40 Mikrogrann NOx zustande gekommen ist.

Bei der Arbeitsplatzkonzentration sollten Sie aber die einschlägigen Normen dazu zumindest erwähnen, damit ein Leser diese Zahl einordnen kann.

Für den Schweizer Wert bitte ich um die Fundstelle, ebenso für die Zahl, die angeblich ein Raucher täglich zu sich nimmt.

Wir können auch noch diskutieren, wie moralisch in Ordnung die exzessive Ausnutzung diverser "Thermofenster" ist, wir können aber absolut nicht "diskutieren", wenn eine Prüfstandserkennungssoftware oder eine Prüfstandstestumgehungssoftware programmiert worden ist, das ist aus meiner Sicht strafbar.