Lesermeinung

Zum Migrationspakt:

Da unterschreibt nun unsere Regierung ohne Not einen Pakt, der von ein paar anderen europäischen Ländern abgelehnt wird. Mehr als 100 Regierungen weltweit wollen unterschreiben. Davon über 90 Prozent Entwicklungsländer, aus gutem Grund: Sie sehen darin eine Möglichkeit ihre überzähligen Bürger nach Europa (d.h. Deutschland) zu schicken.

Auch Erpressungsversuche sind mit eingeschlossen: Erhöht ihr nicht die Entwicklungshilfe, werden weitere Maßnahmen eingeleitet. (Keine Rücknahme von abgelehnten Arbeitssuchenden und weiteren „Menschenverschickungen“.)

Die Bundesregierung wird zwar nicht müde, zu behaupten: „alles nur unverbindlich“. Wie man aber unsere Volksvertreter kennt, werden sie in ihrer vorauseilenden samaritären Geltungssucht aus diesem Pakt einen verbindlichen Vertrag machen.

Und will nun ein verantwortungsvoller Politiker das ganze Unternehmen erst mal auf dem Prüfstand wissen, dann gibt’s Schelte aus übergeordneten Position, - gell, Herr Minister Spahn!

Neresheim

© Schwäbische Post 03.12.2018 19:58
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Kommentare

derleguan

Mir fällt immer wieder auf, dass solche oder ähnliche Äußerungen, wie sie in dem Leserbrief hier zu sehen sind, von Leuten kommen, die schier unaussprechliche, sehr undeutsch klingende Nachnamen haben. Wo sie oder deren Vorfahren wohl einmal hergekommen sind? Handeln sie nach dem Motto: Wir sind hier, jetzt müssen wir die Türen vollständig dicht machen? Oder sind sie der Meinung, ihre Vorfahren, oder sie selbst hätten sich alles hier selbst erarbeiten müssen, was zu ihrem Wohlstand oder einigermaßen auskömmlichen Dasein geführt hat. Vielleicht ist es aber auch nur der Neid, weil sie glauben damals schlechter behandelt worden zu sein als die, die heute zu uns kommen. Folgerichtig müssen sie dann jetzt dafür sorgen, dass es denen die heute kommen unvorstellbar dreckig geht.

tsh

"Mehr als 100 Regierungen weltweit wollen unterschreiben. Davon über 90 Prozent Entwicklungsländer"


Hier musste ich dann doch ein wenig stutzen....

In der UNO gibt es aktuell 193 Mitgliedsstaaten. Als der "Migrationspakt" verhandelt wurde, waren alle beteiligt und - bis auf die USA - haben im Juli alle anderen Staaten dem textentwurf zugestimmt.

Inzwischen gibt es - je nach Quelle - etwa 10 Länder, die ihn nicht annehmen wollen und knapp 10 Länder, in denen noch eine Diskussion läuft.

Bleiben etwa 170 Länder / Regierungen, die unterschreiben wollen. Ja, das sind mehr als 100, das stimmt soweit.

Dass nach Angaben des Leserbriefschreibers davon aber "über 90 Prozent Entwicklungsländer" sein sollen, stimmt mich nachdenklich. Das hieße dann ja, dass es nur 37 (17 aus den 10% und die ca. 20 Ablehner- bzw. Noch-in-Diskussion-Staaten) Nicht-Entwicklungsländer weltweit gibt und 153 Entwicklungsländer.

Was verstehen Sie, Herr Marcinkowski, denn unter einem Entwicklungsland? Je nachdem, welche Definition man anschaut, wären Ihrer Meinung nach dann Staaten wie die Slowakei, Chile, Argentinien, Portugal,... Entwicklungsländer - wenn man den HDI der UN zugrunde legt. Oder auch Länder wie Polen, Russland, Mexiko, China, Malta, Zypern, Saudi-Arabien,... - wenn man das Bruttonationaleinkommen (früher BSP) pro Kopf als Bezugsgröße wählt.

Was muss da alles schiefgelaufen sein, wenn man eine solche Sicht auf die Welt hat? Oder nur eine unüberlegte Parole, die man vom örtlichen Stammtisch ohne Nachzudenken übernommen hat und einfach nachplappert? Oder ist man einfach nur schlecht in Mathe?