Leserbeiträge

Ausbau der B29 in Böbingen

zum Online-Leserbeitrag von © In my humble opinion 30.01.2019 16:20 - leider ohne Name. ...

Die niveaugleiche und ampelgeregelte Kreuzung B29 / Rosensteinstraße war weder dumm noch kurzsichtig. Nach Schließung der Bahnübergänge war eine zweite vollwertige Verbindung der Ortsteile notwendig. Und außer dieser Lösung hat keine andere funktioniert: eine Unterführung hätte wegen Hochwassergefahr nicht einmal für Fußgänger ausgereicht. Und ausgesprochen weitsichtig war das ebenso: auf der Nordseite sind bereits Fundamente vorhanden, die eine mögliche Überführung aufnehmen können.
Die mir bekannte B29-Planung sieht durchgängig 4 Spuren vor, auch in Böbingen und wird der jetzigen Linienführung folgen. Und der kurze Tunnel braucht nach meiner Info keine besondere Belüftung und Überwachung.
Die Kardinalfrage ist der Damm: ich bin kein Bauingenieur, aber lt. Wikipedia beträgt ab 2m Dammhöhe die Regelneigung 1:1,5. Das bedeutet bei einer heutigen Straßenbreite von ca. 10 m einen Dammfuß von ca. 15m (nicht nachgemessen). In Zukunft wird die Straße ca. 38m breit sein, was einen Dammfuß von ca 57m bedeutet. Unvollstellbar!
Da der Damm nicht mehr benötigt wird kann dieser fallen. ...

Manfred Gold
Schelmenstraße 11
73560 Böbingen an der Rems

© Manfred Gold 30.01.2019 21:32
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Kommentare

pjens

Checkt doch niemand

In my humble opinion

Ich bleibe dabei, die niveaugleiche Kreuzung mit Beampelung war eine dumme Idee, es hätte auch eine Brücke für die B29 mit kreuzungsfreiem Anschluss der Rosensteinstraße an dieser Stelle geben können.

Und worin liegt der Unterschied für das Gemeindeleben, wenn Böbingen heute durch einen 15 - 20 Meter breiten grünen Damm geteilt ist und es später durch einen 60 Meter breiten grünen Damm mit grünem Lärmschutz getrennt wäre?

Mein Punkt ist ein anderer:

Es ist ganz leicht 'Tunnel!' gesagt, ohne die Konsequenzen für und wider im Einzelnen zu bedenken, denn 'Tunnel!' ist ja die Lösung aller Probleme, gelle?

Ich bin schon ganz zufrieden damit, wenn durch meinen Leserbrief eine allgemeine Diskussion zustande kommt, an deren Ende zumindest wir 'Nicht-Experten' alle gemeinsam wissen, was wir wollen und auch warum. Wie dann die 'Experten' entscheiden werden, ist ja noch ganz offen, denn die kennen alle einschlägigen zu beachtenden Vorschriften ...

Nachtrag:

Mein Beitrag und Ihre Antwort leiden inhaltlich nicht darunter, dass Sie mich nicht persönlich kennen.

In my humble opinion

Nachtrag:

Die Regelneigung der Böschung hängt von der Höhe des Damms, auf dem die Straße geführt wird, ab und nicht von deren Breite. Nehme ich mal im Bereich der Brücke der ‚Hauptstraße‘ eine Höhe von 6,5 Metern ( 4,5 Meter lichte Durchfahrt und 2 Meter für die Höhe der Brücke selbst ) über Grund an, so bedeutet das eine Böschungsbreite von 6,5*1,5 = 10 Metern auf jeder Seite. Bei einer Straßenbreite von 10 Metern addiert sich das auf 30 Meter am Böschungsfuß. Setzt man an kritischen Stellen am Fuß eine 1,5 Meter hohe Stützmauer, reduziert sich die Böschungsbreite bereits auf 7 Meter pro gestützte Böschung.
Nach den Vorschriften beträgt der Querschnitt für gering belastete Autobahnen und Stadtautobahnen bei beengten Platzverhältnissen 26 Meter, das bedeutet für einen Straßendamm dann 46 Meter Breite am Böschungsfuß, mit beidseitiger Stütze dann noch 40 Meter.

Auch 40 Meter sind ein Wort. Dagegen steht ein 'kurzer' Tunnel, die Frage ist, wie kurz er denn überhaupt sein kann oder wie lang er aus örtlichen und baulichen Gründen sein muss, wie man ihn unter 'laufendem Verkehr' baut und ob man ihn ein- oder zweiröhrig wünscht.