Lösung beim Winterdienst in Rechberg dringend geboten

"Das Gremium des Ortschaftsrates im Gmünder Stadtteil Rechberg beschäftigt sich schon seit Jahren immer wieder und je nach Intensität der winterlichen Wetterkapriolen entsprechend emotional mit dem Winterdienst auf Rechbergs Straßen. Ein Höhepunkt der Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit war sicherlich nach dieser Wintersaison erreicht.
Bei vielen Ortschaftsräten, vor allem aber bei Ortsvorsteher Weber und den Bediensteten des Bezirksamtes gingen Anrufe von erbosten Bürgern ein, welche nachhaltig die Auswirkungen der Sparmaßnahmen im städtischen Haushalt erfahren mussten. Bereits im Vorfeld, also nach Bekanntwerden der durch Gemeinderatsbeschluss durch das Baubetriebsamt umgesetzten Einsparungen waren sich die Ortsverwaltung und die Mitglieder des Ortschaftsrates einhellig der Meinung, dass diese Umsetzung völlig an der Realität vorbei geht. Dies hat sich leider in einer dramatischen und inakzeptablen Art und Weise bewahrheitet.
Ich kann sehr wohl Herrn Mayer als Leiter des Baubetriebsamtes verstehen, welcher durch Personal- und Haushaltskürzungen mit den noch zur Verfügung stehenden Mitteln auskommen muss.
Betrachtet man jedoch die Angelegenheiten hier vor Ort so kommt eine ganz andere Sichtweise zum Vorderschein. Kein Rechberger Bürger kann hier ein Einsparpotential erkennen, wenn beispielsweise die in der Priorität oben angesetzten Straßen mehrmals abgestreut und dem Verkehrsteilnehmer danach eine schwarze Fahrbahn zur Verfügung steht; auf der anderen Seite aber Straßen, teils über mehrere Tage, überhaupt nicht geräumt werden. Es kann nicht angehen, dass dabei viele Haushalte im wahrsten Sinne von der Außenwelt abgeschnitten sind. Ganz zu schweigen von den durch tiefe und vereisten Spurrillen verursachten Schäden an Autos, welche gezwungener Maßen diese Straßen befahren müssen.
Als Ortschaftsratsmitglied und vor allem als Bürger des Gmünder Stadtteils Rechberg wünsche ich mir hier eine entbürokratisierte Lösung dieser Problematik. An die verantwortlichen Entscheidungsträger kann ich dazu nur appellieren endlich den Tatsachen in die Augen zu sehen und eine gewisse Flexibilität auch den eingesetzten Fahrern der Streufahrzeuge einzugestehen. Es ist hierfür vor dem hoffentlich nicht so extremen Winter wie im vergangenen Jahr noch genügend Zeit. Für einen zufrieden stellenden Winterdienst würde sich die Bürgerschaft Rechbergs sowie die Ausflügler des Gmünder Hausbergs sicherlich erfreuen und letztendlich wäre der Frieden am Ort bei vielen wieder hergestellt."
Helmut Geiger, Rechberg
© Schwäbische Post 23.09.2005 00:00
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