Vermisstenfall

Immer noch keine Spur von Rebecca

Die Suche geht an einer neuen Stelle weiter. Im Einsatz sind jetzt Spezialisten des Technischen Hilfswerks.
  • Suche nach der vermissten Rebecca. Ein Kriminaltechniker sichert Spuren am Boden. Foto: Patrick Pleul/dpa
Bei der Suche nach der verschwundenen Berliner Schülerin Rebecca hat die Polizei am Mittwoch ihren Einsatz in einem Brandenburger Wald fortgesetzt. Mitglieder der Mordkommission, Kriminaltechniker sowie 14 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) waren nahe dem Ort Rieplos 50 Kilometer südöstlich von Berlin im Einsatz, wie ein Polizeisprecher sagte. Diesmal wurde der Einsatz noch vor Einbruch der Dunkelheit am späten Nachmittag eingestellt. Wie es weitergehe, sei noch nicht entschieden, hieß es.

Zu Ergebnissen der Aktion hielt sich die Polizei bedeckt. Es seien Spuren gesichert worden. „Die Auswertung dauert an“, sagte eine Sprecherin. Kriminaltechniker hatten den Boden am Waldrand untersucht. Am Mittwoch setzten THW-Kräfte ein Bodenradargerät ein, wie ein Fotograf berichtete. Damit kann man Auffälligkeiten im Boden erkunden.

Rebeccas Mutter hat unterdessen von einer Internetbekanntschaft ihrer Tochter gesprochen. „Es gab da wohl tatsächlich jemanden. Einen Max oder Maxi“, sagte die Frau nach einem Bericht der „Bunten“ auf die Frage, ob die Jugendliche vielleicht einen Mann im Internet kennengelernt habe und dies für sich behalten wollte. Ob die Mutter auch der Polizei von ihrem Verdacht berichtete, ist unklar. Man werde Einzelheiten, die die Angehörigen in Medien äußern, nicht kommentieren, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei verdächtigt Rebeccas Schwager eines Tötungsdelikts, er sitzt in Untersuchungshaft. Die Mordkommission wertet 1300 Hinweise aus, die in den drei Wochen seit Rebeccas Verschwinden eingingen. Zwei Kilometer nördlich des Suchortes verläuft die Autobahn von Berlin nach Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des Schwagers am Tag des Verschwindens und am nächsten Tag erfasst worden.

Rebecca war am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ. dpa
© Südwest Presse 14.03.2019 07:46
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