Ein Detektiv muss Geduld haben

Wer kennt sie nicht – die Kaufhausdetektive! Mit kriminalistischem Spürsinn gehe sie zwar keinen Mordfällen nach, müssen aber immer auf der Lauer liegen und Geduld beweisen. Doch auf was kommt es sonst noch an?

Aalen – Sie sind oftmals mit einer besonderen Beobachtungsgabe ausgestattet und handeln vorurteilsfrei. Die Rede ist von Detektiven. Diese finden sich nicht nur in Kaufhäusern, wie die Detektei Stuttgart eindrucksvoll unter Beweis stellt. Häufiger setzt die Detektei ihre fest angestellten Detektive in den Bereichen Markenpiraterie, Lauschabwehr, Abrechnungsbetrug aber auch Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Stalking ein. Seit 1995 bietet sie ihre Dienste an und hat seitdem vielen Menschen geholfen.

Für jemanden aus der Branche, der einen Ladendieb aufspüren will, gilt es, Kunden ohne bereits getroffene Meinung zu analysieren. Womöglich streift dieser nur ziellos durch den Laden, weil er noch keine Entscheidung getroffen hat. Dabei vergeht oftmals viel Zeit beim Beobachten von Monitoren und dem Verfolgen von Einzelpersonen. Viele von ihnen legen die Ware irgendwann einfach zurück oder bezahlen an der Kasse. Nur ein kleiner Teil begeht tatsächlich eine strafbare Handlung.

Bevor ein Detektiv in einem Kaufhaus seiner Arbeit nachgeht, setzt er sich erst einmal mit der Umgebung auseinander. Welche Kameras sind installiert, wo befinden sich Notausgänge, Deckenspiegel und Winkel, die vom Personal aus nicht einfach eingesehen werden können. Hilfreich ist in diesem Kontext natürlich, wenn im Kaufhaus eine Videoüberwachungsanlage zum Einsatz kommt. So lässt sich das Geschehen auf Monitoren verfolgen. Auf Bedarf können mit dieser, einzelne Kunden verfolgt und beobachtet werden.

Wenn sich der Verdacht gegen jemanden erhärtet, empfängt ihn der Detektiv am Ausgang. Beispielsweise, wenn ein Kunde mit drei Kleidungsstücken eine Umkleidekabine betritt, aber nur mit einem herauskommt und das Personal eine leere Kabine meldet. Nachdem der Verdächtige die Kasse passiert hat, wird ihn der Kaufhausdetektiv bestimmt ansprechen. Das Vorgehen selbst wird dabei vom Auftraggeber bestimmt.

Doch auch in anderen Bereichen ist der private Detektiv oftmals die letzte Hoffnung. Beispielsweise, wenn Angehörige oder Freunde spurlos verschwinden. Denn außer bei Kindern oder minderjährigen, gibt es, wenn kein Gewaltdelikt vorliegt, eine Wartezeit. Hier kann der Detektiv bei der Vermisstensuche sofort zur Seite stehen und helfen. Ebenso sind echte Profis in diesem Bereich immer mehr in Mitarbeiterbeobachtungen involviert. Hier wird schriftlich aber auch mit Bildern bestimmtes Verhalten dokumentiert. Beispielsweise, wenn der Verdacht besteht, dass ein Arbeitnehmer eine Krankheit nur vortäuscht. Bei all diesen Aufgaben sind Intuition, Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis und Know-how gefragt. Denn wie im Fall der Kaufhausdiebe, finden sich hier alle Schichten und Altersgruppen.

© Schwäbische Post 15.03.2019 10:43
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