Wenn Osterhase und Remsi zum Shoppen gehen

Ostern steht vor der Tür. In den Geschäften kommt man nicht umhin, sich an den vielen tollen Angeboten zu erfreuen. Was früher das Osternest war, ist heute vielmals ein neues Fahrrad, ein Tag zu zweit mit Wellness und leckerem Essen oder ein Gutschein, mit dem man immer richtig liegt.
  • Mit etwas Übung und dem richtigen Bike können Kinder schon richtige Touren mitfahren. Foto: djd/PYROBIKES Jürgen Fischer/Jörg Jäger

Aalen. Das Frühjahr ist da und mit ihm erwacht alles zu neuem Leben. Jetzt steht als nächstes großes Fest Ostern vor der Tür, das seit 1091 am Aschermittwoch mit einer vierzigtägigen Buß- und Fastenzeit beginnt und die am Karsamstag endet.

Die Karwoche trägt auch die Bezeichnung Heilige Woche und nimmt ihren Anfang am Palmsonntag, als Jesus in Jerusalem einzog. Der Gründonnerstag ist der Tag des letzten Abendmahls, am Karfreitag starb Jesus in der 15. Stunde des Tages am Kreuz. Der Karsamstag ist der Ruhe im Grab gewidmet. Am Ostersonntag ist Christus von den Toten auferstanden und zeigte sich am Ostermontag seinen Jüngern.

Hübsches zum Osterfest

Gerade in der Zeit vor dem Osterfest steht die Dekoration der Wohnung oder des Gartens auf dem Programm. Jetzt macht es besonders Spaß, sich nach dem Frühjahrsputz den neuesten Trends zu widmen, passende Pflanzen auszusuchen oder die ersten Samen auszubringen. Hübsche Deko-Artikel frischen währenddessen in der Wohnung das gesamte Ambiente auf und sorgen auch bei den geladenen Gästen zu Ostern für ein eindrucksvolles Erlebnis.

Neben dem christlichen Glauben, dem bemalen von Eiern, des backens eines Osterlammes oder dem Bauen eines Osternests aus Moos und anderen Materialien, bestückt mit Osterhase und Co., hat sich das Osterfest zu einem traditionellen Familienfest entwickelt, bei dem man zusammenkommt, gemeinsam feiert und sich gegenseitig beschenkt. Neben bunt bemalten Eiern, Süßem oder Herzhaftem Gebäck, werden zu Ostern auch gerne größere Geschenke gemacht oder die Liebsten mit passenden Gutscheinen verwöhnt.

Raus ins Grüne

Gerne wird das Frühjahr genutzt, um die Fahrräder aus dem Keller zu holen, um sie beim Fachhändler wieder auf Vordermann bringen zu lassen, um eine Radtour mit der ganzen Familie, raus in die Natur, zu unternehmen. Während Erwachsene ihre Räder meist über viele Jahre nutzen, wird bei Kindern regelmäßig ein neues Modell fällig. Es sollte sicher und robust sein – vor allem aber muss es passen. Einen Fehler sollten Eltern auf keinen Fall machen: Das Fahrrad von vornherein eine Nummer zu groß kaufen, damit es länger im Gebrauch sein kann. „Dies hat gravierende Folgen für die Fahreigenschaften und die Sicherheit im Alltag“, warnt Jürgen Fischer vom Kinderradhersteller Pyro. Nur mit einem passenden Rad könne ein Kind seine Fähigkeiten verbessern und sicherer und ausdauernder werden. „Neben der Größe spielt nur noch das Gewicht des Fahrrads eine Rolle – Altersangaben dagegen sind völlig überflüssig, da die Kinder in jeder Altersstufe nun einmal äußerst unterschiedlich sind.“

Radgröße: ein Irrtum

In Sachen optimaler Radgröße hält sich hartnäckig die Regel, dass das Kind auf dem Sattel sitzend mit beiden Füßen platt auf den Boden kommen muss. „Tatsächlich gilt spätestens ab dem 24-Zoll-Rad: Ein Rad passt, wenn das Kind vor dem Sattel stehend zwei Zentimeter Freiraum zum Rahmen hat“, so Fischer. Kaufe man das Rad genau zu diesem Zeitpunkt, erreiche man seine maximale Gebrauchszeit.

Beim Fachhändler könnten Kinder probesitzen, im Internet sei dagegen die Gefahr, ein zu kleines oder ein zu großes Rad zu kaufen, ungleich höher.

Neben der Größe spielt auch ein niedriges Gewicht eine wichtige Rolle. „Ein hohes Radgewicht lässt die Kinder früher ermüden – vor allem, wenn es auch mal länger bergauf geht“, warnt Fischer. Mit einem kindgerecht leichten Rad mit einer starren Vorderradgabel seien sie dagegen spielerischer und motivierter unterwegs.

Einsparpotenzial bei der Ausstattung

Unter den lokalen Fahrradhändlern sollte man denjenigen wählen, der mehrere Marken zur Auswahl hat. Gut sortierte Läden bieten eine große Auswahl an verschiedenen Rahmengrößen und beraten zu kindgerechten Brems- und Schaltungslösungen sowie unterschiedlichen Tretkurbellängen, mit denen die Kniegelenke entlastet werden. Enormes Einsparpotenzial gibt es im Übrigen bei der Ausstattung. So hat es in der Regel keinen Sinn, bei unter 24-Zoll-Rädern eine Beleuchtung zu kaufen, die der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) entspricht, denn die Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf dem Bürgersteig fahren – und dort benötigt man keine Beleuchtung.

Liebe verschenken

Um die Liebste oder den Liebsten zu verwöhnen, bietet sich ein Gutschein beim Lieblingsgastronomen an. Hiermit liegt man immer richtig und kann zudem nicht nur toll Essen und genießen, sondern auch einen gemeinsamen Abend miteinander verbringen.

Vorher kann man sogar den Tag nutzen, um sich beispielsweise in der Limes-Therme in Aalen rundum verwöhnen zu lassen. Zuerst ein Choco-Coffee-Peeling und dann ab ins beheizte Becken in der Therme. glo/djd

© Schwäbische Post 08.04.2019 15:59
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